„Tag der Migranten“: meine beiden Statements

Resume Samstag werde ich auf der Veranstaltung zum „Tag der Migranten“ zusammen mit sieben weiteren Personen auf dem Podium sitzen. Die Moderatorin wird mir jeweils am Anfang und am Ende eine Frage stellen.

1. Frage am Anfang:

Moderatorin: Herr Martin, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Tag der Migranten in Ingolstadt zu initiieren?

Der Auslöser war der Auftritt von Herrn Sarrazin in einer Ingolstädter Buchhandlung, der viel Aufmerksamkeit hervorgerufen hat. Schon im Vorfeld wollten die Grünen einen Gegenvortrag anbieten, fanden aber auf die Schnelle keinen adäquaten Redner. Nun bin ich Projektleiter der „Brückenbauer“, eines Projektes der Freiwilligen Agentur in Ingolstadt. Wolfgang Kaiser, ein Teammitglied, hatte die Idee am Tag der Migranten eine Veranstaltung zu organisieren. Im Zusammenhang mit dem Sarrazin-Auftritt konnte man aus der Presse entnehmen, dass in Ingolstadt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zwar 40% beträgt, dass im Stadrat aber, wo die Entscheidungen über die Stadtentwicklung getroffen werden, nur eine Person einen Migrationshintergrund hat. Damit steht Ingolstadt bundesweit zusammen mit Heilbronn an letzter Stelle. Um Impulse von außen zu holen, nahmen wir Kontakt mit Frau Ketterer, Stelle für interkulturelle Arbeit in München, auf. Da München eine viel größere Stadt als unsere ist, liegen dort umfangreichere Erfahrungen vor. Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass  die Stadtverwaltung sehr bemüht ist, die zugewanderte Bevölkerung am Leben der Stadt zu beteiligen. Aber wir können weitere Impulse immer brauchen. Die Stadt hat am Zustandekommen dieser Veranstaltung sehr aktiv beigetragen, insbesondere in der Person von Frau Gumplinger, der ich schon jetzt sehr herzlich danken möchte.  Als Vertreter der Freiwilligen Agentur erwarte ich folgendes  von diesem Tag:  zwischen den Anstrengungen der Stadt auf der einen Seite und der Migrantenorganisationen auf der anderen Seite besteht noch eine Lücke, die identifiziert werden muss. Wie kann das Engagement der Migranten bei der Entwicklung der Stadt gefördert werden? Welche Hürden bestehen insbesondere im Hinblick auf die politische Beteiligung?  Wie können diese Hürden beseitigt werden und welche Rolle kann dabei der Freiwilligen Agentur zukommen?

2. Frage am Ende

ModeratorinHerr Martin, welche Perspektiven öffnen sich für die Zukunft, insbesondere was die Aufgaben der Freiwilligen Agentur angeht?

Ich denke, dass die Stadt durch gezielte Werbeaktionen eine größere Beteiligung der Migranten in den Bezirksausschüssen erreichen könnte. Ferner wäre denkbar, dass das von Frau Dinaj heute vorgestellte Modul zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen der Integrationskurse auch in Ingolstadt eingeführt wird, hier hat die VHS bereits Interesse signalisiert. Die Freiwillige Agentur hat natürlich begrenzte Mittel, aber sie kann einen Beitrag leisten indem sie niederschwellige Angebote macht. Sie könnte beispielsweise Hilfen beim Ausfüllen von Anträgen oder beim Aufstellen einer Vereinssatzung leisten. Wir denken auch an eine Zeit-Tausch-Börse, wo beispielsweise ältere Ingolstädter eine kurze Einführung in die Stadt bieten oder Nachhilfe geben. Hier müsste allerdings eine genaue Bedarfsanalyse durchgeführt werden, damit wir nicht am Bedarf vorbei agieren. Schließlich sehe ich eine Aufgabe darin, Freiwillige zu rekrutieren und durch eine interkulturelle Schulung auf ihre Aufgaben vorzubereiten.

Fazit: müsste klappen!:-))

3 Antworten

  1. Gutes Gelingen!

  2. Danke, oliver!

  3. […] das nicht ein großer Erfolg für uns, die Brückenbauer (Projekt der Freiwilligen Agentur)? Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies […]

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