LdL konstruktivistisch? Klar doch!

Auszug aus dem Blogeintrag von Herrn Larbig

(…) Die Verbindung mit den Konzepten des konstruktivistisch orientierten Lernens und Lehrens liegt für mich darin, dass LdL den Gedanken der kollaborativen Wissenskonstruktion so grundlegend ernst nimmt, wie es mir in bislang keiner anderen Konzeption begegnet ist. Und dabei ist LdL als Grundprinzip pädagogischen Arbeitens nun wirklich nicht neu, ist doch ein starker Bezug zur Reformpädogik von Jean-Pol Martin selbst dargestellt worden. Neu erscheint mir an dieser Konzeption jedoch, dass hier, neben dem starken Bezug zur Bedürfnispyramide nach Maslow, die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung via World-Wide-Web in die Konzeption aktiv und reflexiv mit eingebunden werden. Die Möglichkeiten der Vernetzung im Web 2.0 als Vernetzung zur Wissenskonstruktion sind zwar keine Voraussetzung für LdL, werden aber konsequent mitgedacht, sodass LdL möglicherweise das erste pädagogische Modell ist, dass die Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts konsequent mit berücksichtigt! (…)

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10 Antworten

  1. Das passt ja perfekt zu meiner Bachelorarbeit, in der es vor allem um die Umsetzung der Anforderungen von Staat und Gesellschaft an die Lehrer bezüglich Medienkompetenz geht und wie diese Anforderungen am besten mit LdL umgesetzt werden können. 🙂

  2. so habe ich das ja noch nie gesehen, also die Kombination LdL + Konstruktivismus + Web 2.0. Möglicherweise ist das der Bildungs-Rettungsschirm für Deutschland !?

    Bis das Konzept verinnerlicht und „in der Breite“ akzeptiert und umgesetzt ist, haben wir vermutlich aber noch viel Arbeit zu verrichten! Oder auch nicht, denn ich dachte an die träge und anstrengende Überzeugungsarbeit. Am besten nach vorne marschieren, denn irgendwann bewegt sich auch die langsame träge (Bildungs-)Masse in Bewegung ….

  3. Genau, Andreas! Obwohl ich schon seit drei Jahren in Rente bin, emergieren immer wieder Beiträge aus der LdL-Community und so marschieren wir voran! Ist doch toll, oder?
    Und dass LdL konstruktivistisch ist war mir so klar, dass ich das in meinen Aufsätzen gar nicht extra thematisiert habe.

  4. Es passt nicht ganz zum Eintrag, aber ich lade es mal auf die Schnelle ab. Komme gerade von einer Fortbildung, wo diverse Wehwechen aus der Lehre genannt wurden, die ich alle so nicht (mehr) habe. So kann ich etwa nicht über zu geringe Beteiligung seitens der Studierenden klagen. Und das würde ich vielleicht nicht ausschließlich, aber durchaus auch auf die Nutzung von LdL und den Ideen dahinter zurückführen wollen.

  5. Und doch was zum Thema: In deiner „Vorläufigen Bilanz“ von 1996 verweist du auf Seite 70 direkt auf den Konstruktivismus.

  6. @Oliver
    Du triffst genau den Punkt. Ich habe in 30 Jahren mehrere hundert Fortbildungen durchgeführt und die Frage war stets (vor allem im Französischunterricht): „Wie kann ich meine Teilnehmer zum Sprechen bringen“. Und ich sagte den Leuten immer: mit LdL können Sie dieses Problem vollständig lösen! Was nicht bedeutet, dass es gar keine Probleme mehr gibt, aber das Problem der Stummheit der Schüler gibt es mit LdL nicht!

  7. Ja, ohne Schwierigkeiten geht’s auch bei LdL nicht; du musst ja auch erst einmal was investieren. Aber in meiner subjektiven Gewinn- und Verlustrechnung bleibt auf jeden Fall noch was übrig.

  8. Bei mir blieb gewaltig „was übrig“!:-)))

  9. @Oliver
    Stimmt, 1996 habe ich darauf hingewiesen, dass LdL eine konstruktivistische Methode ist. Und auch hier in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivistische_Didaktik#Konstruktivistische_Aspekte_am_Beispiel_Lernen_durch_Lehren

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