LdL und Menschenbild: Fazit von Herrn Larbig.

Und Herr Larbig schließt seinen Blogeintrag mit folgendem Fazit ab:

An dieser Stelle bietet LdL und das mit ihm verbundene Menschenbild einen Rahmen, der dieses Ideal praktisch umsetzbar macht.

LdL konstruktivistisch? Klar doch!

Auszug aus dem Blogeintrag von Herrn Larbig

(…) Die Verbindung mit den Konzepten des konstruktivistisch orientierten Lernens und Lehrens liegt für mich darin, dass LdL den Gedanken der kollaborativen Wissenskonstruktion so grundlegend ernst nimmt, wie es mir in bislang keiner anderen Konzeption begegnet ist. Und dabei ist LdL als Grundprinzip pädagogischen Arbeitens nun wirklich nicht neu, ist doch ein starker Bezug zur Reformpädogik von Jean-Pol Martin selbst dargestellt worden. Neu erscheint mir an dieser Konzeption jedoch, dass hier, neben dem starken Bezug zur Bedürfnispyramide nach Maslow, die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung via World-Wide-Web in die Konzeption aktiv und reflexiv mit eingebunden werden. Die Möglichkeiten der Vernetzung im Web 2.0 als Vernetzung zur Wissenskonstruktion sind zwar keine Voraussetzung für LdL, werden aber konsequent mitgedacht, sodass LdL möglicherweise das erste pädagogische Modell ist, dass die Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts konsequent mit berücksichtigt! (…)

Sarrazin täuscht sich: Migranten-„Eliten“ auf dem Vormarsch!

Fegefeuer in Ingolstadt? Mein Leserbrief an den Donaukurier.

Wie brauchen mehr Migranten in den Stadträten und den Parlamenten

Was die Beteiligung von Migranten an politischen Entscheidungen angeht, steht Ingolstadt zusammen mit Heilbronn bundesweit als Schlusslicht da.  Bei einem Bevölkerungsanteil von 40% sitzen im Ingolstädter Stadtrat 0% Personen mit Migrationshintergrund. Nun ist der Stadtrat so etwas wie eine Regierung, mit gewählten Volksvertretern, einem Kanzler und einigen Ministern.  In einer Stadt, die stark expandiert und vor umfangreichen Veränderungen steht (z.B. Neugestaltung des Gießereigeländes) ist es sehr ungeschickt, wenn die Intelligenz, die Kreativität, die Alltagserfahrungen von jungen Familien, wie es bei Migranten oft der Fall ist, nicht genutzt werden.  Für die Identifikation der Zuwanderer mit der Stadt ist es sehr wichtig, dass sie an Entscheidungen beteiligt werden, die ihr Leben unmittelbar betreffen, nicht nur heute, sondern auch für die Zukunft, denn die meisten Migranten wollen in unserer Stadt bleiben und wollen nicht zurück in ihre Ursprungsländer. Mit ihrer Aktion haben die Grünen, zu denen ich auch zähle, auf ein Thema hingewiesen, zu dem das Buch von Sarrazin alles andere als konstruktiv ist.

Prof.Dr.Jean-Pol Martin, Ludwigstraße 40, 85049 Ingolstadt

Viel flow => Glück!

Gestern wurde ich in unserem Kurs „Philosophie für Senioren“ gefragt, was ich unter Glück verstehe.

Hier aus meinem „Menschenbild„:

Flow

(Gefühl des Fließens, Gefühl des Aufgehens in der Handlung)

  1. Unbekannte Felder betreten, Neues entdecken;
  2. Situationen mit offenem Ausgang, für die man die Verantwortung trägt;
  3. Problem lösen, hohe Anforderungen bewältigen;
  4. Ausschöpfen der eigenen Ressourcen;
  5. Gefühl der Selbstentgrenzung;
  6. Kontrolle über das eigene Handeln und das Umfeld.

Je mehr solche Erlebnisse, desto glücklicher! Daher sollte man für sich und seine Mitmenschen aktiv Strukturen schaffen, in denen man Flow erleben kann. Als Lehrer, Unternehmer, Künstler, Sportler, Projektleiter erlebt man immer wieder intensiv Flows! Allerdings Vorsicht: Flow macht süchtig!

LdL-Fortbildung in der Schweiz. Bericht von Roland Graef.

Wieder einmal hat Roland Graef eine LdL-Fortbildung mit viel Erfolg in der Schweiz durchgeführt (siehe auch LdL-Begeisterung in der Schweiz).

Er hat mir erlaubt, seinen Bericht an Joachim Grzega und an mich in meinem Blog zu veröffentlichen:

Lieber Herr Grzega, lieber Jean-Pol,
letzte Woche war ich wieder mal in Sachen LdL in der französischsprachigen Schweiz unterwegs und habe im Gymnase de Chambland in Pully, einem Vorort von Lausanne, auf Französisch in einer wunderschönen Schule direkt am Ufer des Genfersees eine eineinhalbtägige LdL-Fortbildung gehalten für Deutsch als Fremdsprache (Niveau B1/B2), Italienisch (Niveau A) und Spanisch (Niveau A). Es ging sowohl um die allgemeinen Grundlagen (wie z.B. die Antinomien) als auch um Möglichkeiten (und Grenzen) von LdL im Anfangsunterricht und schließlich um Lektüreunterricht nach LdL.
Auch diesmal war nach Aussagen der Teilnehmer die Fortbildung wieder ein voller Erfolg („Ich nehme viele Ideen mit nach Hause…“) und die Stimmung war sehr gut. Meine Frau und ich waren am Vorabend der Veranstaltung bei der Organisatorin zu einem super Essen eingeladen und am mittleren Abend waren sogar alle – Teilnehmer und Referent – bei einem Teilnehmer zum Abendessen eingeladen! Da waren wirklich Gastfreundschaft und Offenheit zu spüren!
Besonders interessant waren die praktischen LdL-Übungen in Italienisch und Spanisch, da viele der Anwesenden diese Sprachen nicht oder nur wenig sprachen. Ein anschließender Test ergab sogar, dass wir uns wegen der Aktivierung durch LdL viel mehr neue Vokabeln in kurzer Zeit merken konnten als wir alle dies erwartet hätten. Das ist mehr wert als 1000 Worte!
Bezüglich des Lektüreunterrichts zeigte sich aber diesmal deutlicher als im letzten Jahr, dass der Referent eigentlich viel mehr über das Schulsystem des Landes bzw. in der Schweiz des Kantons wissen müsste, als dies bisher der Fall war. Nur dann kann man wirklich konkret auf Fragen bzw. Probleme eingehen, die sich vor Ort für die Lehrkräfte ergeben…
Schließlich: Es waren auch 2 Deutsch-Fachbetreuerinnen von Gymnasien aus der Umgebung dabei, was auf Folgeaufträge hoffen lässt!
Außerdem wirbt Denise Delay, die auch wieder an der Fortbildung teilgenommen hat, immer noch kräftig für LdL (und für weitere LdL-Fortbildungen), obwohl sie als Deutsch-Fachdidaktikerin eigentlich schon in Pension ist. Diese Frau, von deren Fähigkeiten alle ehemaligen Studenten wirklich schwärmen, ist für LdL Gold wert!

Viele liebe Grüße
Roland