„(…) Montag LdL in Speyer (…)“

Christian Becker teilt in einer Mail mit:

(…) als Regionaler Deutsch-Fachberater in Rheinland Pfalz bin ich inzwischen fast täglich mit der „Optimierung“ von Unterricht beschäftigt, kommenden Montag werde ich z.B. das LdL-Konzept (bzw. meine Herangehensweise im DU) auf einer Tagung aller Fachberater plus diverser Mitarbeiter des Mainzer Ministeriums zur „Heterogenität und Differenzierung“ in Speyer vorstellen. Gerade hier bietet LdL ja wirklich einen lohnenden gewichtigen Ansatz. Es ist schön zu sehen, dass die Türen, die ich noch vor 10 Jahren aufbohren musste, inzwischen sperrangelweit aufstehen.

„Zu bekämpfen sind nicht die Gentrifier…“

Aus: Gentrifizierung im 21. Jahrhundert (Ingrid Breckner)

(…) Viel wichtiger wäre es, mit Mitteln von Forschung und Praxis herauszufinden, wie die unterschiedlichen Potenziale von Gentrifiern und der von ihnen „bedrohten“ Bevölkerungsgruppen sinnvoll verknüpft und für eine demokratische Entwicklung von Städten und Regionen genutzt werden können. In Leipzig und anderswo haben solche Prozesse längst eingesetzt. Sie leben u.a. von der Erfahrung, dass einkommenshomogene Siedlungsstrukturen, seien sie durch Armut, mittlere Einkommen oder Reichtum geprägt, längerfristig langweilig werden.[30] Dabei erlahmen kreative Energien und individualisierte Konflikte mit Partnern, Nachbarn oder Freunden nehmen zu.

(…) Zu bekämpfen sind nicht die Gentrifier sondern die Strukturen und Prozesse die zur sozialen Spaltung urbaner Lebenswelten und zur Zerstörung der Ressourcen aller Bewohner einer Stadt beitragen.

Aus meiner Sicht ließe sich der Gentrifizierung durch eine Verengung der Einkommensschere begegnen. Bevölkerungsgruppen werden gezwungen, ihre Wohnviertel zu verlassen, weil sie verarmen und ihre Mieten nicht mehr bezahlen können. So wird die soziale Kohäsion zerstört. Eine Angleichung der Löhne sollte angestrebt werden, auch wenn wir natürlich weit davon entfernt sind!