Lernen durch Lehren (Bayerisches Fernsehen, 1992)

Aus der Sendung „Medium Wissenschaft“

(Die Tonqualität ist nicht optimal!)

Lernen durch Lehren (Bayerisches Fernsehen, 1984)

Aus der Sendung „Aus Forschung und Lehre“.

(Die Tonqualität ist nicht optimal!)

Metoda LdL. Opis metody. (Goethe Institut, 2009)

Learning by teaching. (Aus: Treibhäuser der Zukunft, 2004)

Damit das nicht ganz verloren geht!

Metoda LdL. Zajęcia dydaktyczne. (Goethe Institut, 2009).

Thailändische Küche auf dem Lernfest in Ingolstadt.

Nancy Malich, Vorsitzende des Thailändisch-Deutschen Familienvereins, stellt thailändische Kochkunst auf dem Ingolstädter Lernfest im Klenzepark vor.

Und bei der Gelegenheit hier die Einladung zum Deutsch-Thailändischen Fest am 13. August:
Liebe Mitglieder, und Gaste,
Sawasdee Ka,
hier ist die Erinnerung und Information dass wir werden mit Wildschuetz Dart Club das Thai-Deutsch Fest zusammenarbeiten, das Fest findet ab 10.00 – 24.00 Uhr. am 13 August, 2011 im Wildschuetz, am Pulverl 41, Ingosltadt statt.  Geniessen Sie Thailaendischen Essen & Trinken genau so wie Deutschen Essen & Trinken.   Gibt es auch besondere Unterhaltung programme, z. B. Thailaendische Tanz Group, Thai Massage.
Die Mitgliedversammlung ab 18:00 Uhr., werden wir in Privat Raum (inner) Wildschuetz Dart Club zutreffen, so, ich hoffe dass alle mitkommen koennen.   Bitte anmelden Sie sich per telefon oder e-mail bis spaetesten 31. Juli, 2011, danach sage ich Sie wissen bescheid dass wir brauchen “Vollmacht““ oder nicht?
Kob Khun Ka.
MFG,
Nancy
mehrere informationen, bitte finden Sie unter: www.th-de.com

LdL-Workshop im Goethe Institut München: 22.07.2011

Resume  Ich wurde vom Goethe-Institut München eingeladen und werde dort meinen letzten LdL-Workshop durchführen (seit meiner Pensionierung bin ich nicht mehr ganz im Thema).

1. Was ist LdL?

– Wie funktioniert „Lernen durch Lehren„? Was passiert, wenn im Kontext der LdL-Methode zwei Schüler/Teilnehmer vor die Klasse treten und anfangen zu agieren? Was teilen sie der Klasse mit?

– Wo können Probleme auftreten, wenn man als Sprachlehrer nach LdL arbeitet?

– Wie kann man diese Probleme lösen?

Exkurs: Günstige Haltung bei LdL: Neuron

2. Unterrichtsdemonstration: wir lernen Französisch!

Dritte Lektion aus dem Werk „A Bientôt 1“

– Lecture

– Présentation de nouveaux textes

3. Anthropologische Voraussetzungen

Was brauchen Menschen, um glücklich zu sein?

4. Wo können Sie LdL einsetzen?

Sie bilden kleinere Gruppen aus verwandten Kulturkreisen und überlegen, in welchen Bereichen Sie LdL in Ihren Kursen einsetzen könnten: Grammatik – Wortschatzeinführung – Textbehandlung – Projekte

Wenn Sie noch Zeit haben, überlegen Sie sich welche konkrete Anweisungen Sie Ihren Lernern geben könnten…

5. Dokumente (11. Klasse)

Lückentexte Geschichte  GrammatikHausaufgaben

6. LdL und danach

Social tools: twitter – Wikis – Blogs – facebookyoutube (Alina Rachimova, Kasan, über LdL)google+

Fazit Hoffentlich bekommen Sie Lust, LdL in Ihrem Unterricht einzusetzen!

Planungszelle.

Aus Wikipedia.

Die Planungszelle ist ein von Peter C. Dienel entwickeltes Beratungs- und Partizipationsverfahren, welches demokratische Teilhabe des einzelnen Bürgers an verschiedenen Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglicht, etwa innerhalb der Bürgerbeteiligung

Entwicklung

Die Planungszelle ist ursprünglich als Beratungsverfahren zur Verbesserung von Planungsentscheidungen vom Soziologieprofessor Peter C. Dienel (Bergische Universität Wuppertal) in den 1970er Jahren entwickelt worden. Später erwies sie sich aber vor allem als ein gangbarer Weg zur Freigabe der Bürgerrolle für alle. Die aufgabenorientierte, aber befristete Mitarbeit macht die mitsteuernde Teilhabe am Staat für die Bevölkerung erlebbar.

Im Vordergrund steht heute allerdings noch der Einsatz der Planungszelle zur Verbesserung, Beschleunigung und auch Verbilligung eines aktuellen Planungsvorhabens. Hier werden jeweils mindestens vier dieser Zellen zur Erarbeitung eines Bürgergutachtens auf ein – mitunter als kaum lösbar geltendes – Problem angesetzt. Die Lösungsvorschläge des Bürgergutachtens werden meist von den nicht teilnahmeberechtigten Bewohnern des Einzugsbereiches eines Planungszelle-Projektes („Mantelbevölkerung“) als unvoreingenommen neutral akzeptiert. Sie werden dann auch von der Politik und der Verwaltung für ihre Planungen übernommen.

Verfahren

Ausgehend von den Einsichten, dass Entscheidungsbeteiligung Informiertheit voraussetzt, dass Informieren Zeit erfordert und dass Zeit Geld ist, lassen sich für das Verfahren Planungszelle (im Unterschied zu manchen anderen bürgerschaftlichen Beteiligungsformen) relativ exakt definierte Verfahrensmerkmale benennen:

Eine Planungszelle ist eine Gruppe von ca. 25 im Zufallsverfahren ausgewählten Personen (ab 16 Jahren), die für ca. eine Woche von ihren arbeitsalltäglichen Verpflichtungen freigestellt werden, um in Gruppen Lösungsvorschläge für ein vorgegebenes Planungsproblem zu erarbeiten. Die Teilnehmer verpflichten sich zur Neutralität.

Weiter…

Kunst und Bürgerbeteilgung.

Ein vorläufiges Ergebnis der Diskussion in Facebook:

  • Andreas RüttenWas möchtest du denn gerne sehen? Und was immer du antwortest: Was macht das föderungswürdiger für die Allgemeinheit? Wer soll nach welchen Kriterien entscheiden, was förderungswürdig ist? Das kann doch nur im Wechselspiel von „blinder“ Förderung, Produktion und Rezeption gelingen. Welches Konzept würdest du dagegen stellen?

    vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
  • Jean-Pol Martin

    Über eine lösung zu den fragen, die ich aufwerfe, verfüge ich nicht, sonst würde es mich ja nicht beschäftigen. Aber ich versuche jetzt ein beispiel zu nennen. Wenn ein Kunstwerk für ein Museum oder eine Stadt (Skulpturen die auf Plätzen stehen) erworben wird, wer wird bei der Entscheidung beteiligt? Ich gehe davon aus, dass dies im Stadtrat (gewählte Volksvertreter) diskutiert wird unter Anhörung von Experten (Museumsdirektor, Kunstverein usw…). Hier sollte man eine planungszelle einrichten mit bürgern aus allen bevölkerungsschichten, mit einbeziehung auch der migrantenvereinen oder sonstigen bürgernahen organisationen. In unserer stadt leben 40% menschen mit migrationshintergrund. Es wäre doch wichtig, auch diese leute bei der künstlerischen gestaltung der stadt zu mobilisieren.
    vor 56 Minuten · Gefällt mir
  • Andreas Rütten

    Mhh, ich denke, dass das im Gro-en und Ganzen so gehandhabt wird: Exemplarisch für Dresden z.B.: „Vom Amt für Kultur und Denkmalschutz werden für die einzelnen Sparten Facharbeitsgruppen
    gebildet, die aus fachkompetenten Bürgern/Bürgerinnen und je einem Vertreter
    des Amtes für Kultur und Denkmalschutz bestehen. In jeder Facharbeitsgruppe
    kann ein Stadtrat/eine Stadträtin aus dem Ausschuss für Kultur mitwirken.“
    Diese „fachkompetenten Bürger“ werden von den restlichen Mitgliedern vorgeschalgen (und in der Regel abgenickt) … sich da einzubringen ist Aufgabe der BEtroffenen selbst .. sei es als AleristIn, empörte Bürgerseele, KünsterIn oder besorgtes Elternteil ….
    Auch hier gilt: dr schweigende inaktive Protest geht unter … wie sollte er auch eingebunden werden?
    vor 41 Minuten · Gefällt mir
  • Jean-Pol MartinAndreas Rütten„Auch hier gilt: dr schweigende inaktive Protest geht unter … wie sollte er auch eingebunden werden?“ Ja, du bringst es auf den Punkt. Wie erhöht man die Bürgerbeteiligung? In diese Richtung werde ich weiterarbeiten. Das angebot von philosophieworkshops in der vhs hat mir gezeigt, dass es noch viele reserven gibt. Man muss sie nur mit entsprechenden techniken mobilisieren.

    vor 35 Minuten · Gefällt mir
  • Andreas Rüttend’accord 🙂

    vor 32 Minuten · Gefällt mir
  • Jean-Pol MartinAndreas Rüttenschön! dann weiß ich, was ich zu tun habe!:-)

    vor 27 Minuten · Gefällt mir

Philosophie, Kunst und „das Volk“.

Resume Spezialisten neigen dazu, die Gegenstände, mit denen sie sich befassen, überkomplex zu beschreiben. Dadurch schaffen sie eine Distanz zwischen dem Gegenstand und dem Adressaten. Oft zu ihrem eigenen Nutzen.

1. LdL und die Bürgerperspektive

LdL beruht auf der Annahme, dass Schüler in der Lage sind, einen Lernstoff in direkter Auseinandersetzung mit ihm aufzunehmen. Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt werden: sie müssen das Gefühl haben, dass dieser Stoff für die Lebensbewältigung von Bedeutung ist (Motivation) und ein Fachmann (Lehrer) muss bei Bedarf Hilfestellung leisten. Das Bildungssystem wird über Steuergelder finanziert. Die Bürger haben einen Anrecht darauf, dass die von ihnen bezahlten Akteure (Lehrer, Professoren) die Vermittlungsaufgabe ernst nehmen und die Inhalte so darstellen, dass sie in ihrer Relevanz erkennbar sind und dass sie von den Bürgern aufgenommen werden können. Die Überkomplexität der Darstellung schützt zwar den Lehrer/Professor vor Kritik des Bürgers, sie ist aber gesellschaftlich kontraproduktiv.

2. Beispiel Philosophie

In den zahlreichen Veranstaltungen, die ich sowohl an der Volkshochschule als auch im Bürgerhaus (Senioren) oder per Skype durchführe, zeigt sich, dass die zentralen Positionen jeden auch noch so obskur formulierenden Philosophs von den Teilnehmern verstanden werden, wenn sie auf ihren Kern reduziert werden. Wenn diese Philosophen partout nicht zu verstehen sind, dann sind sie auch nicht relevant. Bei dieser Arbeit wächst das Selbstbewusstsein der Hörer, denn es vermittelt ein Gefühl der Stärke, wenn man Inhalte, die in der öffentlichen Meinung als schwer zugänglich gelten, begreifen und memorieren kann.

3. Und die Kunst?

Nicht selten ensteht bei Museumsbesucher der Eindruck der Inkompetenz. Je nach Exponat fragen sie sich mit Sorge, warum sie dessen Sinn, Qualität, Intention selbst nach intensiver Betrachtung und Reflexion nicht erkennen. Auch hier, denke ich, ist es die Pflicht der „Anbieter“ die Relevanz und Qualität des Kunstwerkes für den Betrachter ersichtlich zu machen.

In diesem Sinn habe ich einen etwas „provokativen“ Tweet formuliert, der eine längere Reflexion in Facebook ausgelöst hat:

eine „kunst“, die das volk nicht akzeptiert und nicht mag, ist widersinnig!

Einige Beiträge aus der Diskussion:

  • Naomi Greenbergalso noch mal zu den öffentlichen geldern, übersetze ich obiges so für mich: die gesellschaft leistet es sich einen diskurs (und den damit verbundenen materiellen gewinn) zwischen investorenguppen zu finanzieren, bei dem standards gesetzt und verworfen werden, die die mehrheit ihrer mitglieder nicht nachvollziehen kann und soll, jedoch, als zaungast den duft der höheren sphären schnuppern darf 😦

    vor 2 Stunden · Gefällt mir
  • Naomi Greenberganalog zum wissenschaftsbetrieb ??

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  • Andreas Rütten‎@Naomi, die Gesellschaft leistet sich (noch) den Diskurs und den damit verbundenen immateriellen Gewinn. Kunstförderung soll nur diskursiven Zuwachs an Lebensqualität bringen – keinen materiellen Gewinn. So verstehe ich die Aufgabe der KULTURpolitik zumindest.

    vor 2 Stunden · Gefällt mir
  • Naomi Greenberg‎@Andreas aber gerade das scheint ja eine illusion zu sein, denn der diskurs findet (heute) schwerpunktmässig innerhalb einer etablierten und gewinnorientierten elite statt. also der kunstmarkt (kunstkauf als aktien) scheint die bestimmende komponente zu sein.

    vor etwa einer Stunde · Gefällt mir

Die Diskussion in toto: Facebook

Fazit Es ist eine Pflicht der Kulturschaffende, dem Wunsch der Bürger nach Wissen entgegenzukommen.