Thailändischer Verein Ingolstadt: auf Erfolgskurs.

Resume Der thailändisch-deutsche Familienverein wurde 2009 gegründet. Gestern saß ich bei dem Fest „East meets West“. Viele Gäste waren gekommen, darunter auch Filipinos, Vietnamesen, Chinesen und Mongolen.

1. Ausgangspunkt

In Ingolstadt gibt es eine kleine thailändische Community hauptsächlich aus  Thailänderinnen und ihren deutschen Ehemännern. Wie viele anderen Migrantengruppen haben sie einen Verein gegründet, um sich zu treffen und die aus der Heimat mitgebrachten Bräuche zu pflegen. Natürlich sind Gäste willkommen und sie werden entsprechend der enormen Freundlichkeit dieser Gruppe sehr herzlich behandelt, wie ich bei früheren Einladungen feststellen konnte. Als Brückenbauer möchte ich mich behilflich zeigen und fragte gestern, ob angesichts der tollen Stimmung und des großen Zulaufs überhaupt so etwas wie Probleme vorlägen und Hilfe gewünscht sei.

2. Ein Problem: das Image. Aufklärung tut Not!

Thailändische Frauen und auch ihre Männer leiden darunter, dass das Image ihres Herkunftlandes durch die Sexindustrie geprägt wird. Aufgewachsen in einer Kultur, die dem Einzelnen wenig Raum zur Selbstbehauptung lässt, gehen sie das Image-Problem nicht offensiv an und bleiben lieber zu Hause, als dass sie sich in eine Öffentlichkeit begeben, die sie und ihre Familie in den oben erwähnten Kontext stellen. Thailand ist ein Schwellenland mit vielfältigen Ressourcen und hoher Dynamik, das nicht vedient hat, einseitig mit der Sexindustrie assoziert zu werden. Eine wichtige Aufgabe wäre für uns (Brückenbauer, Parteien, Sozialaktive), die Ingolstädter Bevölkerung auf dieses Phänomen, das viel Leid verursacht, eindringlich hinzuweisen.

3. Die Expansion des Vereins

Dank des bewundernswerten Einsatzes der Vereinsmitglieder, insbesondere der Vorsitzenden Frau Nancy Malich und ihres Mannes, expandiert der Verein derart, dass die Statute verändert werden müssen, denn es gesellen sich weitere Volksgruppen wie Filipinos, Vietnamesen, Chinesen und Mongolen. In Ingolstadt entsteht also ein Verein, der die hiesigen Asiaten integrieren könnte. Auch Inder sind willkommen, aber da die Treffen und Feste eine wichtige kulinarische Komponente enthalten, stellt sich das Problem des Fleischangebotes, denn Inder sind nicht selten Moslems, die bekanntlich kein Schwein essen. Zu den Mongolen: in Ingolstadt leben zwei Mongolenfamilien. Eine habe ich gestern kennengelernt: sie sind Musiker und haben uns in vollem mongolischen Kostüm diverse Stücke aufgeführt, mit Gesang. Hier ihre Homepage. Der Verein bietet ab heute 17:00Uhr Kochkurse an!

Fazit Es lohnt sich, den den Feiern des thailandisch-deutschen Familienvereins zu gehen. Man trifft auf sehr herzliche Menschen und lernt eine Menge dabei!

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