Der Kommunitarismus.

Resume Hier sehe ich eine Reihe von Aspekten, die in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen werden. Auch wenn der Grundton des Kommunitarismus mir z.T. rückwärtsgewandt erscheint.

Aus Wikipedia

(…) Der Kommunitarismus zielt also auf den Mittelweg oder ein Zwischenglied ab. So sollen zwischen Staat und Individuum Gemeinschaften, Vereinigungen und Assoziationen als Zwischenglied fungieren. Dieses Zwischenglied ist Grundlage für eine aktive Bürgergesellschaft. Das Zwischenglied verbindet soziale und moralische Grundlagen und stellt sie bereit. Der Einzelne bekommt dadurch Rückhalt und ist sozial „abgesichert“. Ein weiterer Leitgedanke der Kommunitaristen ist, dass jedes Mitglied in einer Gemeinschaft allen in dieser Gemeinschaft etwas schuldet und umgekehrt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Kommunitarismus ein Gleichgewicht zwischen individuellen Rechten und sozialen Pflichten propagiert. Soziale Gerechtigkeit ist für die Kommunitaristen eine Tugend und begründet sich durch den einfachen Spruch, „keiner von uns ist eine Insel“. Die kommunitaristische Theorie vernachlässigt die vollständige Hilfestellung des Staates und priorisiert stattdessen die Hilfe zur Selbsthilfe anhand einer ausgeprägten Selbstorganisation der Bürger untereinander. Zur Realisierung dieses Zieles, schlagen die Theoretiker des Kommunitarismus´ vor, die Bürger in Schulen, Universitäten und Kindergärten auf die Selbstorganisation vorzubereiten. Abschließend kann man sagen, dass der Kommunitarismus die Vorstellung vermitteln will, „dass ein politisches Gemeinwesen letztlich vom Engagement seiner Bürger für die öffentliche Angelegenheiten getragen wird“.

Fazit: Das ist bestimmt was für Lanig Garo!

Der unwürdige Greis.

Der Text ist an einer Stelle vielleicht missverständlich: mit „Genuss“ und „das Leben genießen“ meine ich intensive, spannende Aktivitäten, also durchaus Anstrengungen und Arbeit…

Literatur

Für die Freitagsphilosophen.

Resume Hegel ist keine leichte Kost. Ich versuche mal, einige zentrale Punkte herauszuarbeiten.

Quellen: Störig: „Kleine Weltgeschichte der Philosophie“ und Jacoby: „50 Philosophen

1. Dialektik

Fichte

Er versucht den ganzen Weltinhalt (gleichbedeutend mit Bewusstseinsinhalt) aus einem obersten Prinzip abzuleiten. – Erster Schritt: das Ich setzt sich selbst (These). Es fehlt aber ein bewegendes Element so dass – zweiter Schritt: das Ich setzt sich ein Nicht-Ich (Antithese) entgegen. – Ich und Nicht-Ich können aber nicht als sich ausschließende Gegensätze stehen bleiben. Es bedarf einer dritten These, in der die Geltung beider so weit eingeschränkt wird, dass sie einander nicht mehr ausschließen (Synthese).

Schelling

In seiner Naturphilosophie wird der Polarität eine wichtige Stelle zugewiesen. Nicht nur im menschlichen Bewusstsein sondern auch in der Natur wird der dynamische Prozess durch das Sich-Abstoßen der gleichnamigen und Sich-Anziehen der ungleichnamigen Pole in Gang gesetzt.

Hegel

Sein Begriff der Synthese ist tiefer als bei Fichte: bei ihm werden These und Antithese nicht „eingeschränkt“, sondern „aufgehoben“ (=beseitigt, bewahrt und hinaufgehoben). Die Eigentümlichkeit der Hegelschen Philosophie ist, dass sie die Dialektik nicht nur logisch, als eine Form unseres Denkens, sondern ontologisch oder metaphysich als die eigentümliche Form der Selbstbewegung der Wirklichkeit nimmt und dass sie darüber hinaus zu zeigen unternimmt, dass beides, die Selbstbewegung unseres Denkens und die Selbstbewegung der Wirklichkeit der gleiche Prozess ist.

Hegel bezeichnet Fichtes vom Subjekt ausgehende Philosophie als subjektiven Idealismus, Schellings Identitätsphilosophie, die im Ich die Natur und in der Natur den umbewussten schaffenden Geist erkennt, als objektiven Idealismus. Auf den subjektiven und objektiven Idealismus folgt Hegels absoluter Idealismus. Darüber hinaus legt Hegel im Gegensatz zu Schelling den Akzent auf die Seite des Geistes. Der gesamte Weltprozess ist für Hegel Selbstentfaltung des Geistes. Diese erfolgt nach dialektischem Gesetz.

  • Erstes Stadium: Weltgeist im Zustand des An-sich-Seins. Philosophische Disziplin: Logik
  • Zweites Stadium: Zustand der Entäußerung, des Andersseins. (Raum und Zeit). Philosophie der Natur.
  • Drittes Stadium: Der Geist kehrt zu sich selbst zurück: Zustand des An-und-für-sich-Seins. Philosophie des Geistes.

Die Geschichte

Wir wissen, dass für Hegel die Sphäre der Sittlichkeit erst beim objektiven Geist beginnt. Sinn und Wert hat das Dasein des Einzelnen nicht an sich selbst, sondern erst in seiner Ein- und Unterordnung unter die überpersönlichen geschichtlichen Mächte, vor allem den Staat. Nicht der Einzelne handelt, sondern der Weltgeist handelt durch den Einzelnen als sein Werkzeug. Für Hegel sind Individuen, Völker, Epochen nur notwendige Durchgangsstadien im großen weltgeschichtlichen Prozess.

2. Der Geist kommt zu sich selbst

Herder

In der Geschichte wird die Natur sich ihrer selbst immer wieder bewusst, und das geschichtliche Zu-sich-selbst-Kommen der Natur wiederholt sich in der Lebensgeschichte, in der Erziehung eines jeden Menschen. Für den Theologen Herder war die Idee, dass die gesamte Natur die gewaltige Schöpfung, in jedem einzelnen Menschen zum Bewusstsein ihrer selbst gelangt, mit dem Erlösungsgedanken des Christentums verknüpft: Wir alle sind dem „Menschensohn“ Christus vergleichbar, wenn wir uns verdeutlichen, dass der in der Schöpfung waltende Geist Gottes sich in uns, in unserer fleischlichen Natur, bewusst wird. Es war F.H.Jacobi, der Herder darauf hinwies, dass seine Idee der Identität von Natur und Geist, der Gedanke, dass der Schöpfer sich erst in seiner Schöpfung seiner selbst bewusst wird, in Spinozas Pantheismus schon vorgedacht war.

Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit

Der „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ ist für Hegel keine Frage revolutionärer Praxis, sondern die der Aneignung von Wissen. Unmündigkeit ist für ihn Nicht-Wissen. Nicht nur die Unwissenheit eines einzelnen Menschen, sondern das mangelnde Bewusstsein ganzer welthistorischer Epochen von sich selbst. Es gibt nur einen „Ausgang“ aus der Unwissenheit: Bildung. Der Einzelne bildet sich, und zwar auch, indem er praktisch bildet: durch Arbeit etwas schafft und sein Wissen in den Produkten und Werkzeugen der Arbeit, zuletzt in die „Machinerie“ vergegenständlicht. Er kann sich aber immer nur so weit bilden, dass er auf der Höhe der Bildung seiner Zeit ist. Zu dieser kann er beitragen, aber der objektiv-geschichtliche Bildungsprozess, das Sich-Herausbilden neuer geschichtlicher Möglichkeiten, vollzieht sich unabhängig von ihm „hinter seinem Rücken“. Umgekehrt kann eine geschichtliche Epoche aber nur im Bewusstsein des Einzelnen „zu sich kommen“, das heißt das Bewusstsein ihrer selbst erlangen. Erst wenn die geschichtliche Entwicklung so weit vorangekommen ist, dass die Bildung der Individuen und die Wirklichkeit ein einziges zusammenhängendes Ganzes ergeben, ist sie auch vollendet. Das Individuum ist frei, weil es sieht, dass alles, was ist, seinem Bewusstsein entspricht, sein geistiges Eigentum ist. Es ist sogar „absolut“ frei, denn es durchschaut den Sinn der ganzen Weltgeschichte und stellt sich damit auf den Standpunkt Gottes selbst, des Herrn der Geschichte. Von diesem Standpunkt aus ist die Weltgeschichte ein auf die Gegenwart zielgerichteter „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“. Freiheit ergibt sich aus Bildung, Bildung ist absoluter Selbstzweck in dem Sinne, dass sie sich als Zweck zunehmend selbst begründet. Im Begriff der Bildung ist der der Aufklärung, um es in der Hegelschen Weise auszudrücken, „aufgehoben“, im Sinne sowohl von „aufbewahrt“ als auch von „überwunden“.

Fazit Können wir aus diesen Gedanken Orientierungen für die Bewältigung unserer Realität ableiten?

„Menschenbild“: Geisslers und Sloterdijks grausames Gewürge!

Wenn man sich die Gedanken von Geissler und Sloterdijk zum Thema Menschenbild vor höchstkarätigem Publikum anhört, wird noch deutlicher, wie groß der Bedarf an einem kohärenten Menschenkonstrukt ist!

Hier zur Diskussion!

Piratiger „Irrsinnsantrag“ in Chemnitz.

Aus Telepolis 18.11.2010

Piratenpartei – virtuell zukunftsfähig, real stets auf der Kippe

Hartwig Bögeholz 18.11.2010

(…)Weil der Bundesparteitag vom Mai 2010 in Bingen keinerlei inhaltliche Weiterentwicklung erbrachte, soll es jetzt der Sonderparteitag Ende November 2010 in Chemnitz richten. Die Teilnehmer sind aufgerufen, dessen Motto „Regieren Sie doch einfach mit!“ nun auf Inhalte anzuwenden – Programmanträge (und nicht Formalitäten oder Kleinkram) sollen im Mittelpunkt stehen. Eine Fülle von Anträgen ist eingereicht worden – die zugelassenen Anträge beschäftigen sich nicht allein mit der Kernthematik, sondern auch mit Bereichen wie Energie, Umwelt, Wirtschaft, Außenpolitik oder Gesundheitswesen.

Wenig überraschend, dass das per „LiquidFeedback“ betriebene Verfahren auch bunteste Blüten treibt – bis hin zum Irrsinnsantrag, ein „Piratiges Verständnis des Menschen“, bestehend aus einer Ansammlung von Platitüden, zu beschließen.

Sich nicht im Sektiererischen zu verzetteln, nicht im Beliebigen unterzugehen, sich über das Milieu der IT-Avantgarde hinaus zu öffnen, das sind die unmittelbaren Aufgaben, an denen diese Partei auch scheitern kann – weitere Bingens würden das politische Aus bedeuten. Was die inhaltliche Ausrichtung angeht, stehen die Piraten nicht allein in Chemnitz, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt vor einer von vielen Weichenstellungen, mit denen werdende Parteien unausweichlich und unaufhörlich konfrontiert sind. Eine jede muss halbwegs erfolgreich gemeistert werden, damit das eigene Profil substanziell gebildet und überzeugend vertreten, von der Öffentlichkeit wahrgenommen und von Wählern anerkannt werden kann. (…)

Hier zur Ansammlung von Platitüden!

Für die Teilnehmer des VHS-Philosophie-Kurses Mi.16:00Uhr

Resume Das Wissen in unserer Gruppe wächst auf beeindruckende Weise (finde ich). Insbesondere bringen die Teilnehmer ihr Spezialwissen ein, was uns als Gruppe sehr bereichert. Noch eine kleine Anstrengung, und alles mündet in Blogs…:-))

1. Ausgangspunkt

Im letzten Semester haben wir einen „Durchzieher“ durch die Philosophiegeschichte vollzogen, so dass wir die wichtigsten Positionen schön memoriert haben. Wir wissen recht gut, was Platon mit seinem Reich der Ideen meint, was die Rationalisten über Erkenntnis denken und warum Kant „Raum, Zeit, Kausalität“ als Brille bezeichnet. In diesem Semester befassen wir uns mit einzelnen Themen und fragen, was Aristoteles, Augustinus, Stuart Mill und Schopenhauer unter „Glück“ verstehen, oder unter „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und Gleichheit… Bei allen diesen Themen haben Sie sich, liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit großem Engagement sachkundig gemacht und ihr Wissen in die Gruppe eingespeist. Sehr bereichernd ist auch, dass Sie Ihr Spezialwissen  einbringen. So wurden wir detailliert über Body-Modification informiert, aber auch über die Entwicklung des Museums Konkrete Kunst in Ingolstadt und wir werden demnächst mehr über das Konzept der „Identität“ erfahren. Dadurch erweitern wir unser Horizont ganz mächtig.

2. Blogs?

Wenn Sie den Aufbau Ihres Wissens im Rahmen eines Blogs dokumentieren würden, hätte es den großen Vorteil, dass wir als Teilnehmer des Kurses jederzeit auf das zurückgreifen könnten, was Sie uns in einer Sitzung vorgestellt haben. Ich denke beispielsweise an G.F. (:-)), der sich im letzten Semester sehr intensiv mit Augustinus, Hegel, Heidegger befasst hat und in diesem Herbst mit dem Kapitel „Sinn des Lebens“ im Buch von David Precht, neulich mit der Relativitätstheorie und demnächst mit dem Begriff „Freiheit“!  Wenn alle diese Inhalte in einem Blog festgehalten würden, wäre es einen Wissensbank, auf die wir stets zurückgreifen könnten… Würde jeder/jede Teilnehmer/in einen Blog führen, würden wir zum Aufbau gesellschaftlichen Wissens beitragen…

Fazit Das war nur eine Idee…:-)))

Role Models.

Resume Natürlich können wir nicht jeden Tag wieder alles neu erfinden. Wir brauchen role models. Hier sind ein paar.

1. Allroundgenie

Jörg Kantel, der Schockwellenreiter.

2. Senioren

Herbert Schmidt, Seniorenforum Würzburg

Anntheres, Blogpatin

Horst Sievert, Senioren lernen online

Josef Bauernfeind, Ingolstädter hochaktiv

3.  Politik

Lanig Garo, écologie et social

Fazit: Fortsetzung folgt unbedingt!:-))