Die Piraten, L.G. und warum ich gerade so stolz bin!

Resume Gerade sieht es so aus, dass mein Menschenkonstrukt jetzt richtig ins Gespräch kommt. Das verdanke ich den Piraten, den Grünen und L.G.!

1. Vorgeschichte

Als ich 1982 die Methode LdL entwickelte benötigte ich ein anthropologisches Fundament: „Wie funktionieren Menschen und was macht sie glücklich?“ Relativ schnell stellte ich mit Hilfe der humanistischen Psychologie (Maslow) und vor allem der Kognitionspsychologie (Dietrich Dörner) ein Konstrukt zusammen, das sich sehr hilfreich erwies als Instrument, um mit mir selbst und mit anderen Menschen umzugehen.  Das Modell stellte ich in meiner Habilitationsschrift und in zahlreichen Artikeln vor. Die Schüler fanden es sehr praktisch, die Studenten auch. Meine Kollegen Geisteswissenschaftler waren der Meinung, dass Menschen viel komplizierter seien, als ich sie beschreibe und lehnte mein Konstrukt in der Regel ab.

2.  Die Piraten

Getreu meiner Spermatozoidenmetapher speise ich meine Ideen und „Produkte“ ungeniert überall ein, wo sich eine Möglichkeit ergibt. Ich twittere beispielsweise sehr intensiv. So kam es, dass ein Pirat auf mich aufmerksam wurde und mich als Referent zum programmatischen Bundestreffen der Piraten nach Kassel einlud. Ich stellte mein Menschenkonstrukt vor und siehe da! Es schien gerade auf das momentane Bedürfnis der Piraten nach anthropologischer Orientierung zu stoßen! Yuhuuu!

3. Die Ingolstädter Grünen und L.G.

Bei den Ingolstäder Grünen fühle ich mich inzwischen pudelwohl. Sie haben das Internet zu einem Schwerpunkt ihrer Aktivitäten gemacht und im Vorfeld war zu erspüren, dass die Bereitschaft zu einer vertieften Auseinandersetzung mit meinem Menschenbild vorhanden war. Ferner habe ich ebenfalls im Grünen Kontext einen jungen Franzosen kennengelernt, L.G., der Naturwissenschaftler ist, außergewöhnlich klug und interessiert. Als ich ihm von meinem Menschenkonzept berichtete, wollte er es genau durchdringen und inzwischen ist er zu einem absoluten Experte dieses Modells geworden. Im Gegensatz zu den meisten Geisteswissenschaftlern ist er nüchtern, pragmatisch und an konkreten Erfolgen interessiert.  Wenn das Menschenkonstrukt vor seinem kritischen Auge besteht, dann hat es Hand und Fuss und ist als Instrument zur Alltagsbewältigung geeignet. An Spekulationen ist L.G. nicht interessiert, er ist ergebnisorientiert. Vorgestern hat er auf der Grünen AK-Sitzung vor größerem Publikum das Menschenkonstrukt vorgestellt und dessen instumentellen Charakter hervorgehoben. Es kam sehr gut an! Yuhuuu!

Fazit Dranbleiben!

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5 Antworten

  1. Ohne Lebenslüge müssen wir verzweifeln, behauptet Ibsen.

  2. @apanat
    Wieso Lebenslüge? Entspricht mein Vorgehen nicht das von Popper empfohlene? Hypothesen formulieren und immer wieder der empirischen Prüfung aussetzen! Solange es geht…

  3. JPM, dein hochaktives exploratives Verhalten finde ich nicht nur bewundernswert, sonder du bist auch ein gutes Exempel für den Zusammenhang von Risikobereitschaft und Selbstvertrauen. (Menschen, die sich derart engagieren sollten das Recht haben, rote Epaulette zu tragen 🙂 )

    Ich suche gerade Argumente, die Risikobereitschaft und Kontrollbedürfnis versöhnen.

    http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Jeanpol/Menschenbild

  4. @treidelpfad
    Danke für dein Kompliment! Als solches fasse ich jedenfalls deinen Eintrag auf (ich weiß, dass du gerne auch Ironisches einflechtest!:-)) Rote Epauletten werde ich in diesem Leben nie mehr erhalten. Im nächsten Leben schaffe ich vielleicht doch den Concours de l’Ecole de Santé Navale! Risikobereitschaft ist die Voraussetzung für Kontrolle: ich muss das Kontrollieren üben und das Üben ist nur möglich, wenn ich mich risikobereit verhalte!:-)

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