Flow geht weiter: #om10 Youtube-Interview

Piraten: Openmind 10 – ein Traum!

Resume Am Wochenende war ich in Kassel auf einem programmatischen Treffen der Piratenpartei. Per Zufall deckten sich die Themen exakt mit dem, womit ich mich seit vierzig Jahren intensiv befasse!

1. Hintergrund: warum openmind 10 in Kassel?

Nach den Informationen, die ich dort erhielt, war das Kasseler Treffen mit etwa 120 TN aus der ganzen Bundesrepublik dafür bestimmt, eine Reflexionsphase einzubauen nach den vorangehenden alltagspolitischen Aktivitäten. Man wollte die zentralen Frage andiskutieren, wie beispielsweise das Menschenbild der Piraten, ihr Begriff von Freiheit und Wahrheit, was sie unter Bildung verstehen, das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft… Es wurden auch spezifische, für Piraten aufgrund ihrer Netzaffinität besonders relevante Themen behandelt, wie das Urheberrecht und der Datenschutz.

2. Für mich ein idealer Kontext

Auch wenn ich ein emotional gruppenmäßig gebundener Grüne bin (ich mag die Ingolstädter Grünen), als Alt-68er finde ich die Piratenpartei sehr anziehend!  Die Leute, die ich in Kassel angetroffen habe, waren sehr, sehr fitt intellektuell! Ein Hochgenuss!  Mein Thema war “Das Ich ins Netz exportieren”  wobei die Grundlage mit meinem Menschenbild und die Neuronenmetapher zunächst geliefert werden musste. Im Saal waren etwa 45 TN. Einige kannten mich aus dem Schulbereich (LdL) und andere aus dem Netz (vorwiegend twitter). Darüber hinaus saßen beispielsweise Jürgen Ertelt, der mich seit den macdays in Josefstal warmherzig supportet, aber auch Oliver Tacke mit dem ich recht eng zusammenarbeite. Und schließlich ein paar Leute, die ich vor Ort kennengelernt hatte und ich super fand.

3. Mein Angebot: kognitionspsychologisch und philosophisch fundiertes Menschenbild

Nachdem ich 40 Jahre an einem operationalisierbaren Menschenkonstrukt gearbeitet habe und damit glückstechnisch viel Erfolg hatte (nach Meinung von Schülern, Studenten und Kollegen), war es sehr günstig, dass ich aus Langeweile nach der Pensionierung mich mit Philosophie befasst habe. Mein Ziel war, mein Menschenbild auch philosophisch zu untermauern. Das ist insofern toll, weil ich bei meinen Schilderungen nicht nur immer wieder auf Maslow, Dörner oder Martin hinweisen, sondern auch Epikur, Aristoteles, Locke und Nietzsche heranziehen kann. Und alle stützen mein Modell!.-)) Ein Beispiel: in einer Session wurde die Frage  “Ideologie und Emanzipation”, in einer anderen “Gesellschaft der Individuen” erörtert. Klar, dass einige leicht extreme Modelle diskutiert wurden, wie die Anarchie…  Es wurde immer wieder erwähnt, der Mensch “sei noch nicht soweit”, um die Modelle erfolgreich zu implementieren.  Kann ich gut nachvollziehen. Aber die Redner übersahen die Tatsache, dass es einfach anthropologische Konstanten gibt, die man unbedingt berücksichtigen muss! Das zeigt die Geschichte und schon Aristoteles hatte dies hervorgehoben! Wir bewegen uns im Spannungsfeld von Antinomien, und nobody is so perfect, dass er auf Dauer ein guter Anarchist sein kann! Und die Leute umerziehen wollen wir doch nicht, oder?:-))

Resume Es war herrlich! Wie es weitergeht weiß ich nicht, aber ich nehme das einfach mit!

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