Rationalismus – Descartes

Aus Metzler Lexikon Philosophie: S.502

1. Im weitesten Sinne jede Position die, a) erkenntnistheoretisch der Vernunft den Vorrang vor der Erfahrung einräumt, b) metaphysisch Ursprung und Wesen des Kosmos in einem vernünftigen (und damit erkennbaren) Prinzip ansiedelt, an dem der Mensch Anteil hat, d) ethisch die rationale Ausweisbarkeit von sittlichen Prinzipien und Normen gegenüber einer intuitiven, emotiven oder dizisionistischen Begründung vertritt. – Historisch betrachtet ist die anbendländische Philosophie seit ihren Anfängen in der Antike bis in die Neuzeit hinein überwiegend rationalistisch geprägt. Beispielhaft kann hier die Position Platons stehen: Die Unzuverlässigkeit der Sinneswahrnehmung ermöglicht keine wahre Erkenntnis, sondern nur eine bloße Meinung. Nur die rein intelligible Schau der apriorischen Ideen, eröffnet eröffnet eine voraussetzungslose (d.h. von aller Erfahrung unabhängige) Einsicht in das Wesen der Dinge und der in Begriffen gefassten Zusammenhänge. (…)

2. Als Epochenbegriff bezeichnet R. eine mit Descartes beginnende philosophische Richtung der Aufklärung, die in Opposition zum englischen Empirismus und zum Sensualismus steht. Leitend dabei ist der Gedanke, in der Selbstgewissheit des reinen Denkens ein sicheres Fundament gegen die Angriffe des Skeptizismus zu finden. Bei Descartes ist es der methodische Rückgang auf das Cogito unbezweifelbare  Gewissheit und die Inhalte, die klar und deutlich dem Selbstbewusstsein gegeben sind. Ein Charakteristikum des R. ist auch seine Lehre von den angeborenen, d.h. nicht aus der Erfahrung stammenden Ideen, im Unterschied zur empirischen These vom Bewusstsein als eins ursprünglich „weißen Blattes“.

Descartes: Aus dem Philosophen-Portal (R.Zimmer) S.144

Je n’ai pas de solution, mais je connais un moyen d’en trouver une…

Hier au cours de la discussion sur l’école idéale chacun essayait de proposer des solutions isolées sans que personne ne reprenne ses idées en les élargissant.

Moi-même je n’ai pas de solution non plus, mais je sais comment on pourrait s’en rapprocher:

Grace aux nouveaux moyens de communication il est possible d’organiser une réflexion collective durable. On identifie un problème, on crée une platte-forme pour rassembler les idées et il faut quelqu’un qui structure le discours jusqu’à ce qu’on ait trouvé une solution au problème. Rien de plus simple!:-)