Als Schülerin habe ich LdL gehasst!

Den Beitrag habe ich aus Gründen des Datenschutzes auf die Kernaussagen reduziert. JPM

(…) Der Ablauf war ungefähr folgender: Der Lehrer gab dem Schüler ein paar Folien und sagte ihm genau welchen Text oder welche Quelle er vorbereiten sollte. Dazu gab es ein Zeitlimit, das relativ knapp bemessen war (sowohl für die Vorbereitung, als auch für die Präsentation im Unterricht). Also ging man nach Hause und kaute meist relativ unmotiviert die Unterlagen des Lehrers durch, deren Sinn man aber oft nicht verstanden hatte. (..) Was dabei garnicht gefragt war, waren Eigeninitiative und Kreativität. Die Stunden waren meist unglaublich langweilig und jeder Schüler war heilfroh, wenn er seine LdL-Stunde mit einer 3 über die Bühne gebracht hatte.  (…)Als Lehrer sollte man – glaube ich – sich vorher bewußt sein, dass eine gelungenes LdL-Konzept mehr Aufwand braucht als der normale Frontalunterricht und es auch dazugehört den Schülern zu zeigen, dass es nicht nur um das „runterleiern“ eines Themengebiets geht, wie bei einer Vokabelabfrage. Sondern um eigene Ideen, um Spaß und Spannung am Lernen, oder auch um Unterhaltung. Natürlich wird der Unterricht nicht zum Kinosaal, aber die Schüler sehen ja auch selbst, was ihnen gefällt oder nicht und werden das zumindest teilweise übernehmen. (…)