Hegel? Und ich verstehe (fast) alles!:-))

Super Kontrollgefühl!

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5 Antworten

  1. Der Unterschied zwischen Schwanitz und Safranski: Schwanitz vermittelt durch flotte Formulierungen das Gefühl, etwas verstanden zu haben. Safranski erklärt.
    Was der absolute Geist ist, versteht man bei Schwanitz nicht. Schwanitz glaubt auch nicht, dass Hegel Romane geschrieben hätte, sondern Fiktion. Aber das erläutert er dem Leser nicht. Um Schwanitz zu verstehen, muss man wissen, was er verschweigt.
    Dabei will ich nicht bestreiten, dass Schwanitz in seinen Erzählungen auch Verständnis vermittelt, nur lässt er zuviel Unverarbeitetes in seinem Text stehen.

  2. „Schwanitz vermittelt durch flotte Formulierungen das Gefühl, etwas verstanden zu haben“
    – Wenn ich sage, dass ich glaube „zu verstehen“, dann meine ich in der Tat nicht Hegel, sondern die Bezüge, die Schwanitz herstellt.

  3. Danke, damit verstehe ich schon besser.

    Und um das Missverständnis zu verhindern, ich hätte etwas gegen Vereinfachungen – ich liebe sie, besonders die radikalen – hier eine Erläuterung zu dem, was ich meine, am Beispiel von Schwanitz‘ Vergleich mit dem Bildungsroman:
    Wer Bildungsromane in ihrer Entwicklung seit der Aufklärung kennt, versteht damit besser, was Schwanitz über Hegel sagen will. Wer sie nicht kennt, könnte meinen, Schwanitz meinte, Hegel erzähle Räubergeschichten.
    Was Schwanitz sagen will, ist vielleicht, dass Hegel – zu Recht – nicht bei Kants epochemachender Erkenntnis stehen geblieben ist, sondern ihr den Gedanken, dass alles Denken zeitbezogen ist (also die historische Dimension) hinzugefügt hat (freilich unter Relativierung der Erkenntnis über die Fremdheit des „Dinges an sich“).
    Natürlich muss Philosophie sich weiter entwickeln und heute etwa Darwin und die Quantenmechanik einbeziehen.
    Wer nur Schwanitz liest, könnte denken, Hegels Philosophie wäre nur ein Rückschritt gewesen. Das ist problematisch.

  4. Noch ein Missverständnis liegt nahe: Das, ich fände Schwanitz‘ Texte nicht reizvoll und wäre für den Hinweis auf sie nicht dankbar. Die über Nietzsche (http://www.youtube.com/watch?v=gaUHqMcIFwc) und Heidegger halte ich ih ihrer Verkürzung für sehr gelungen (vielleicht verstehe ich freilich auch nur zu wenig von den beiden Philosophen).
    Wenn man etwa diesen Text (http://www.youtube.com/watch?v=1K-0sf7PfXM) über Heidegger mit dem von Schwanitz vergleicht, ist man dankbar für jede Verzeichnung, die bei Schwanitz vorkommt, da er doch immerhin in Kontexte stellt, die ein Verständnis erleichtern können. Kurz gesagt: Dankeschön!

  5. @apanat
    „Wer nur Schwanitz liest,“
    – Das tun wir nicht, sondern wir ziehen alle möglichen Quellen heran, auch solche wie den Text von Schwanitz. Es ist immer interessant zu sehen, wie verschiedene Menschen einen Autor beleuchten. Jedesmal, auch wohl bei den ärgsten Vereinfachungen, entdeckt man einen Aspekt, den man nicht kannte oder bekommt eine Information, über man nicht verfügte. Aber du und ich haben keinen Dissens!:-)

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