„Bildung“: Versuch einer kognitionspsychologisch fundierten Definition.

Mein vorletzter Beitrag stellte meine Definition von „Bildung“ vor.  Insbesondere habe ich mich auf die Opposition zwischen datengesteuerter und konzeptgesteuerter Informationsverarbeitung gestützt. Nach einer ganzen Reihe von Leser-Anregungen (ich bedanke mich bei ihnen sehr herzlich!)  habe ich den Text behutsam ergänzt:

„Bildung ist das (meist gemeinsame) Erstellen von Konzepten (kognitiven Schemata), die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Schemata ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen. Sie schaffen auch die Sicherheit, die notwendig ist, um unbekannte Felder zu betreten, in denen neues Wissen generiert wird.

Der Text ist mir nicht plötzlich eingefallen, sondern verdichtet meine Erfahrungen seit 30 Jahren, bis heute. Nur, dass diese Beschreibung mir gut den Begriff „Bildung“ mit Inhalt zu füllen scheint.