Jean-Pol Martins Blog

Gemeinsam Wissen konstruieren

Über mich

Impressum

Meine Definition von Bildung.


1. Martin Linder fasst das statement  zusammen am 25. Februar 2010 um 12:10:

Also: “Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, um mit einströmenden Daten gelassen umgehen zu können, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten.

Jetzt kann man das zitieren :) – ich ziehe ja Text generell vor.

2. Herr Larbig empfiehlt mir am 28. Februar 2010 um 04:25, die Handlungsrelevanz der Konzepte stärker zu betonen. Also:

Neuester Stand der Definition von Bildung:

Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen.“

3. Adi Kreft vermisst am 28. Februar 2010 um 09:40 das explorative Element in der Definition.

Also:

Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen. Sie schaffen die Sicherheit, die notwendig ist, um unbekannte Felder zu betreten, in denen neues Wissen generiert wird.


, , ,

36 Antworten zu “Meine Definition von Bildung.”

  1. Also: „Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, um mit einströmenden Daten gelassen umgehen zu können, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten.“

    Jetzt kann man das zitieren 🙂 – ich ziehe ja Text generell vor.

    Gefällt mir

  2. @Martin: Ich danke für den Schritt von der Verlinkbarkeit zur Zitierbarkeit.
    Bleibt freilich noch das Lob der konzeptlosen Datenverarbeitung im Gegensatz zur konzeptgesteuerten und die bange Frage: Wird nicht alles schlechter, wenn ein Konzept da ist?
    Oder ist das die Voraussetzung zum Handeln?
    (Immer mit Goethes Wort im Ohr: „Der Handelnde ist immer gewissenlos, es hat niemand Gewissen als der Betrachtende.“)

    Gefällt mir

  3. @apanat
    „Oder ist das die Voraussetzung zum Handeln?“
    – Das Konzept ermöglicht, dass die zuströmenden Informationen geordnet werden. Und dann wird ein Handlungsplan entwickelt. Insofern ist das Konzept Voraussetzung zum Handeln.

    Gefällt mir

  4. … dazu müssen aber auch die bei der Erstellung der Konzepte Beteiligten (geistig) beweglich bleiben…

    Ergo: Meinen die Menschen, die zu mir sagen „Mach Dich mal locker“ eigentlich „Lasse Deine/ unsere (Konzept-)Bildung zu?“

    [@jean-pol… ignorier mich einfach… ich „übe“ nur ;)]

    Gefällt mir

  5. @eLEx
    „Ergo: Meinen die Menschen, die zu mir sagen “Mach Dich mal locker” eigentlich “Lasse Deine/ unsere (Konzept-)Bildung zu?”
    – Ich verstehe nicht den Kontext deiner Frage. Aber wenn ich den beitrag ignorieren darf, dann tue ich es!:-)))

    Gefällt mir

  6. Ich bin mit dieser Definition von Bildung als Konzeptbildung nicht ganz einverstanden. Das kann natürlich an meinem Verstehen deines Beitrages liegen.

    Mein Problem: Du sagst, es gehe um die Einordnung von neuer Information. Das ist mir für eine Definition von Bildung zu kurz gefasst.

    Bildung als das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die es ermöglichen, im Leben mit Daten gelassen umzugehen? – Das ist für mich ein zu lexikalischer Bildungsbegriff.

    Ich gehe von dem „Bild“ in „Bildung“ aus. Es geht darum, ein „Bild“ von sich selbst und der Wirklichkeit zu gewinnen, das vor allem handlungsrelevant ist.

    Gebildet ist in diesem Verständnis nicht jemand, der in der Lage ist, Konzeptbildung zu betreiben, was nach meinem Verständnis identisch mit (von mir sehr geschätzter) Theorie ist, sondern jemand, der diese Konzepte so verinnerlicht hat, dass sie das Handeln prägen.

    Hintergrund dieses Versuchs der Annäherung an Bildung (ein etwas längerer Beitrag zum Thema könnte irgendwann in meinem Blog erscheinen) ist meine tägliche Beobachtung, dass Konzepte nicht reichen, um Menschen in sozialen Kontexten als „gebildete Menschen“ erscheinen zu lassen.

    Konzepte sind nicht sonderlich lebendig, wenn sie nicht zu Selbstverständlichkeiten des Handelns werden. D. h., dass mir dein Bildungsbegriff zu abstrakt erscheint, zu wenig verdeutlicht, was die Konsequenzen für das Handeln sind.

    Das überrascht mit ein wenig, denn deine Basis (Maslow) ist ja zentral handlungsorientiert und im Sinne von Bedürfnisbefriedigung angelegt. Deshalb habe ich den Verdacht, dass ich einfach nicht richtig verstehe, was du mit „Konzeptbildung“ meinst. Vielleicht kannst du das noch einmal so verdeutlichen, dass die Handlungsrelevanz ins Zentrum des hier von dir dargestellten Bildungsbegriffs greifbar wird.

    Gefällt mir

  7. @HerrLarbig
    „Gebildet ist in diesem Verständnis nicht jemand, der in der Lage ist, Konzeptbildung zu betreiben, was nach meinem Verständnis identisch mit (von mir sehr geschätzter) Theorie ist, sondern jemand, der diese Konzepte so verinnerlicht hat, dass sie das Handeln prägen.“
    – Genauso sehe ich es auch. Vielen Dank für den Hinweis, ich werde meinen Blogbeitrag entsprechend ergänzen.

    Gefällt mir

  8. Und wo bleibt die Bildung durch TRY FAIL LEARN als Schleife?
    Wie will ich Erstbesteigung von 8000-ern erreichen, wenn ich neben Konzepten (ja) zusätzlich situatives Handeln brauche?
    Bildung ist
    a. die Welt der Konzepte/Erfahrungen und
    b. die Lust Neues ohne Konzepte, sondern Denken im Gehen.
    Ergebnis:
    Hoffentlich Spitzenleistungen in chaotischen Zeiten.
    Quantensprünge sind gefragt, spirituelle Intelligenz, die bevor diese da ist, keiner Logik folgt.

    Naja, für den Sonntagmorgen schreibe ich viel Schmarrn. Aber ich wollte es loswerden….;-)

    Gefällt mir

  9. @jean
    mein kommentar bezog sich auf dein video.
    deinem hinweis stimme ich vollkommen zu. sorry, daß ich es übersehen habe….

    Gefällt mir

  10. wir bilden einen kreis…

    hier sollte es aber vermutlich um Den bildungsbegriff hinsichtlich des prozesses des menschwerdens gehen.

    oder geht es um eine allgemeine definition des bildungsbegriffs?

    wie auch immer, nach dem ich mir zum wiederholten mal den begriff „bildung“ und „konzept“ in der wikipedia angeschaut habe, ohne nennenswerte neue erkenntnisse zu erlangen, schaute ich mir mal die von jeanpol angesprochene differenzierung von konzeptgesteuerter informationsverarbeitung vers. daten gesteuerter informationsverarbeitung etwas genauer an.

    hier fand ich einige hinweise die meiner denke sehr nahe kommen:

    http://books.google.de/books?id=mrWIS5uAYNkC&pg=PA170&lpg=PA170&dq=datengesteuerte+informationsverarbeitung&source=bl&ots=4eh1A-sIbj&sig=vXM_xhSi3kUFJtqx2R-5TR136pg&hl=de&ei=E1OKS7_3A6amnQPasIy1BA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CA0Q6AEwAg#v=onepage&q=datengesteuerte%20informationsverarbeitung&f=false

    woraus ich schließe: sowohl als auch

    Gefällt mir

  11. @jeanpol

    bezogen auf die differenzierung von konzeptgesteuerter informationsverarbeitung vers. daten gesteuerter informationsverarbeitung

    wenn sowohl als auch, ja d’accord

    Gefällt mir

  12. @Michael
    „bezogen auf die differenzierung von konzeptgesteuerter informationsverarbeitung vers. daten gesteuerter informationsverarbeitung wenn sowohl als auch, ja d’accord“
    – Ja, das ist genau der sinn des beitrages.

    Gefällt mir

  13. Und auf face-book meint Robert Höschele:
    „Bildung: nie endende Akkumulation von Wissen und Beobachtung, zum Zweck einer objektiven Bewertung/Schau des sozialen/kulturellen Zeitgeschehens – mit dem temporären Ziel, einer nachhaltigen Gestaltung der Umwelt des einzelnen Individuums. Was hältst du davon, Jean-Pol?“

    Gefällt mir

  14. Hallo, dann habe ich in letzter Zeit garnicht so schlecht gearbeitet um der allgemeinen Datenflut Herr zu werden. Ich habe gesammelt, gelesen und und und. Zuerst den Überblich verschafft. Neues, welches auf mich einstürzte gesammelt und dann wie Sie schon sagten, in ein Raster zu bringen. Es waren arbeitsreiche Wochen.

    Gefällt mir

  15. […] Jean-Pol Martin hat wieder zugeschlagen. Mir gefällt die Idee der datengesteuerten Informationsverarbeitung natürlich besser, sie hat so etwas anarchiches an sich, das neue Erkenntnisse ermöglicht. Der konzeptgesteuerten Informationsverarbeitung — zumindest so, wie sie hier definiert wurde — ist immanent, daß sie schwer über die Grenzen des Konzeptes hinaus»denken« kann … aber diese Gefahr hat Jean-Pol gegen Ende seines Videos ja selber angesprochen. Bleibt also die Frage, was ich möchte: Möchte ich Sicherheit oder möchte ich (neue) Erkenntnisse? [Ders. via Twitter.] […]

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..