Meine Definition von Bildung.

1. Martin Linder fasst das statement  zusammen am 25. Februar 2010 um 12:10:

Also: “Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, um mit einströmenden Daten gelassen umgehen zu können, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten.

Jetzt kann man das zitieren :) – ich ziehe ja Text generell vor.

2. Herr Larbig empfiehlt mir am 28. Februar 2010 um 04:25, die Handlungsrelevanz der Konzepte stärker zu betonen. Also:

Neuester Stand der Definition von Bildung:

Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen.“

3. Adi Kreft vermisst am 28. Februar 2010 um 09:40 das explorative Element in der Definition.

Also:

Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen. Sie schaffen die Sicherheit, die notwendig ist, um unbekannte Felder zu betreten, in denen neues Wissen generiert wird.

„Sie will nur wissen und nicht glauben.“

mccab99, am 24. Februar 2010 um 20:53 sagte:

@JapPirate:  Friedrich Nietzsche hat als einer von vielen höchst logisch nachgewiesen, dass schon deine Sprache mit der du kommunizierst, mit der du denkst, aus der du deine wissenschaftlichen Theoriegebäude baust, zu alledem überhaupt nicht taugt, weil sie Welt nicht universell beschreiben kann – genau aus diesem Grund fällt es Computern immer noch schwer, zwischen Dingen wie “Baum” und “Strauch” zu differenzieren. Alles “Wissenschaftliche” gilt im Prinzip nur innerhalb eines axiomatischen Rahmens, den Wissenschaft selbst willkürlich setzt (bitte verstehe den Begriff “Willkür” mathematisch und nicht umgangssprachlich). Rein logisch unterscheidet sich dieser axiomatische Rahmen erstmal nicht von den Setzungen wie sie eine Religion vornimmt. Er ist auf den ersten Blick lediglich inhärenter. Schau einmal in die moderne Elementarphysik – du kommst aus dem Nichts, du bestehst aus nichts und bewegen tust du dich allenfalls gequantelt. Deine Sinne sind lediglich zu unvollkommen, um das auch wahrzunehmen. Oder um es komplizierter mit Karl Jaspers zu sagen: “Falsche Aufklärung meint alles Wissen und Wollen und Tun auf den bloßen Verstand gründen zu können (statt den Verstand nur als den nie zu umgehenden Weg der Erhellung dessen, was ihm gegeben werden muss, zu nutzen); sie verabsolutiert die immer partikularen Verstandeserkenntnisse (statt sie nur in dem ihnen zukommenden Bereich sinngemäß anzuwenden); sie verführt den Einzelnen zum Anspruch, für sich allein wissen und auf Grund seines Wissens allein handeln zu können, als ob der Einzelne alles wäre (statt sich auf den lebendigen Zusammenhang des in Gemeinschaft in Frage stellenden und fördernden Wissens zu gründen), ihr mangelt der Sinn für Ausnahme und Autorität, an denen beiden alles menschliche Leben sich orientieren muss. Kurz, sie will den Menschen auf sich selbst stellen, derart, dass er alles Wahre und ihm Wesentliche durch Verstandeseinsicht erreichen kann. Sie will nur wissen und nicht glauben.” Auflösen kannst du das nicht. Du musst mit dieser Spannung leben und du musst auch rein logisch einkalkulieren, dass du dich bei deiner Deutung/Erklärung von Religion irrst.