Für Alina Rachimova (Kasan)

Aufnahme bei Nacht

(Sorry: das Video wirkt etwas skurril. Das liegt an den Aufnahmezielen und den Aufnahmebedingungen)

Aufnahme bei Tag

Zum 70. Jahrestag des Lehrstuhls für Deutsch an der Pädagogischen Fakultät in Kasan.

Sehr geehrte Frau Dekanin,

sehr geehrte Frau Prof. Alfija Saripova,

liebe Alina Rachimova,

Wie einige von Ihnen wissen, hatte ich im Jahr 2005 das große Glück, einen ersten Besuch in Ihrer Fakultät abzustatten. Ich war in die Familie von Ilseyar Diyarova eingeladen, einer Studentin aus Kasan, die in Augsburg studierte. Sie hatte mich zu Ihnen in die Deutsche Abteilung geführt, wo ich meine Arbeit kurz vorstellte. Ich wurde von der Deutschabteilung sehr warmherzig empfangen. Alina Rachimova interessierte sich sofort für meine Arbeitsgebiete, nämlich die Unterrichtssmethode „Lernen durch Lehren“ und das internationale Modul „Internet- und Projektkompetenz“.

Nach meinem Aufenthalt in Kasan fuhr ich weiter nach Bulgarien und nach Istanbul, später nach New York um Partner zu finden. Aber gerade in Kasan wurde dank der enormen Einsatzbereitschaft von Frau Rachimova und der Unterstützung der Deutschabteilung unser Projekt ein großer Erfolg. Alina Rachimova organisierte für mich mehrere Aufenthalte von jeweils einer Woche in Kasan, wobei ich sowohl an der Pädagogischen Hochschule, als auch an der Schule 72 viele Stunden hielt. Mein Unterricht wurde von zahlreichen Kolleginnen besucht und mir machte es sehr viel Spaß, mit Tatarischen Schülern zu arbeiten. Gleichzeitig wurden Weichen gelegt für das internationale Projekt „Internet- und Projektkompetenz“. Germanistik-Studenten aus Kasan präsentierten sich auf Videos, damit die Eichstätter Studenten erste Eindrücke von ihren Projektkpartnern bekommen. In der Folge erforschten Studenten aus Kasan zusammen mit Eichstättern die Frage der kulturellen Verortung von Tataren: fühlen sich Tataren eher vom Westen oder vom Osten angezogen? Nach einer Phase der virtuellen Vorbereitung per Internet, fuhr eine Gruppe von Eichstätter nach Kasan, wo sie sehr herzlich von Studenten aus Ihrer Fakultät aufgenommen wurden. Es wurden Interview und Fragebogenaktionen auf der Straße durchgeführt, die sehr interessante Ergebnisse hervorbrachten.  Auch in den darauf folgenden Semestern wurde dieses Kooperationsmodul fortgesetzt, mit einigen Unterbrechungen bis heute.

Mit Alina Rachimova arbeitete ich sehr intensiv wissenschaftlich. Wir verfassten gemeinsame Artikel über unsere Projekte. Alina Rachimova übersetzte den Wikipedia-Aritkel zu Lernen durch Lehren ins Russische sowie weitere, umfangreiche Aufsätze zur  anthropologischen Basis meiner Unterrichtsmethode.  Wenn Sie – wie ich vermute – Alina Rachimova gut kennen,  dann werden Sie sich vorstellen, wie sehr sie sich während meinen wiederholten Aufenthalten in Kasan um mich gekümmert hat. Sie hat nicht nur ein volles Arbeitsprogramm organisiert, sondern permanent dafür gesorgt, dass ich von Studenten betreut wurde und allerlei Einladungen erhielt. Nicht nur Alina war sehr herzlich zu mir. Ich erinnere mich an einen Besuch in einem Theater, in das mich Prof. Sarema Saripova geführt hat. Es ging um yddische Lieder  und Tänze und es herrschte eine begeisterte Stimmung, nicht zuletzt auch von Frau Saripova ausgehend. Sie merken an meinen Ausführungen, dass die Zusammenarbeit mit Frau Rachimova, Ihrer Fakultät und der Deutschabteilung für mich ein unvergessliches Erlebnis war und ist. Auch wenn ich in meinem Beruf sehr viele schöne Erfahrungen gesammelt habe, so gehört Kasan zu den stärksten Eindrücken kollegialer Zusammenarbeit in meinen 40 Berufsjahren überhaupt.

Daher ist es für mich eine Ehre und eine Freude, Ihnen zum 70. Jubiläum Ihrer Fakultät, insbesondere auch dem Lehrstuhl für Deutsch gratulieren zu dürfen .

Interview mit Alina Rachimova (Febr.2007) – Achtung: Bildstörung ab der Hälfte des Videos:


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7 Antworten

  1. Gerade versuchen wir wieder, mit Alina und ihren Studierenden ein Projekt über die Rezeption von neuen Medien bei Studierenden und Schülern aus Eichstätt und Kasan durchzuführen. Das Projekt ist nicht direkt im IPK verankert, wird aber in IPK-Manier kooperativ durchgeführt. Natürlich hängt viel von der Motivation der Studierenden ab, die das zusätzlich zum „normalen“ Pensum machen.

    Viele Grüße (aus Aachen)

  2. Sehr erfreulich!

  3. Eine sehr persönliche Gratulation!

    Gruß Anntheres

  4. d jeanpol Super Video, toll dass es mit Youtube geklappt hat, und sehr lustige Vorstellung mit Anzug & Krawatte!

  5. @Anntheres und romanmartin
    Danke für den Zuspruch! Ich bin nun sehr motiviert, tiefer in die Technik einzusteigen!

  6. Also ich muss mich anschließen… das hat wirklich etwas, Dich auf Video, gleichsam als „ganze Person“ (im Vergleich zum viruellen Jean-Pol) zu sehen.

    Sowohl die Ansprache ist ein Genuss, … als auch Dir dabei zuzusehen.

    Ich will mehr davon!

  7. @eLEx
    Wie schon gesagt: die aufnahme ist sehr bizarr. Aber wenn Sie dir gefällt, freut es mich natürlich‘!

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