Think tanks: für die ingolstädter Grünen.

Resume Gestern meinte Petra Kleine, ein lohnenswertes Ziel sei ein Konzept für die grüne Internetnutzung zu entwickeln. Dazu habe ich einen Vorschlag.

1. Ressourcenorientierung

Bizarrerweise habe die Grünen, die in den 80er Jahren radikal basisorientiert waren und alle vorhandenen Denkressourcen mobilisierenn wollten, die Möglichkeiten des Internets nicht gleich erkannt und genutzt. Auch heute zeigt ihre Internetpräsenz ein Topdown-Muster, das einem Web2.0 Verwöhnten wehtut. Es mangelt also an einem Konzept zur Ausschöpfung der Denkkapazität der Mitglieder, insbesondere der älteren, die oft herumhängen, obwohl sie gerne weiter intensiv arbeiten, nachdenken und handeln würden.

2. Mein Vorschlag

Ich persönlich wäre bereit, jeden Tag intensiv mit anderen Menschen an Problemlösungen zu arbeiten. Man müsste nur bestimmte Problemräume isolieren und definieren, und ab geht die Post. Die Zusammenarbeit könnte über Twitter, Blogs und Wikis laufen, man könnte sich auch alle zwei Tage im Grünenbüro treffen. Die Ingolstädter Grünen können mich damit beauftragen, eine solche Gruppe ins Leben zu rufen. Was meint Ihr, Petra Kleine und Christian Hoebusch?

Fazit Die Bereitschaft und die Kompetenzen sind da. Man muss sie nur mobilisieren.

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18 Antworten

  1. Zu aller erst muss ich einmal sagen, dass ich persönlich ganz frisch in dieser Web 2.0 und soziale Netzwerke Ecke des Internets bin. Ich war früher obsessiver Imageboard nutzer und in Imageboards geht es um ganz andere Sachen als in sozialen Netzwerken. In Imageboards möchte man möglichst anonym sein und hat auch keinen festen Benutzer. Jede Person verfasst in Imageboards seine Beiträge unter den Namen „Anonymous“, wohingegen man bei sozialen Netzwerken und alles was damit zusammenhängt ja eher etwas verfasst, weil man Anerkennung dafür haben möchte. Dies geht bei Imageboard schon allein deswegen nicht, weil man eben keinen registrierten Benutzer hat. Ich habe mich in den letzten Monaten immer weiter von Imageboards entfernt, da sie mir keinen Spaß mehr machen, da es nicht mehr um tolle Inhalte geht sondern meist nur noch Müll kommt. Das muss man alles wissen um zu verstehen, aus welcher Richtung des Internets ich komme.

    Ich bin ein großer Freund von Denkfabriken und wollte sowie meine eigene Gründen, wenn ich ab 14. November in Ingolstadt wohne (momentan wohne ich noch ~ 17 km außerhalb). Von daher bin ich prinzipiell schon dazu bereit dabei mitzuwirken ein Konzept für den Internetauftritt der Grünen-Ingolstadt zu entwickeln. Wenn denn da bisher wirklich keines da ist, was ich sehr verwunderlich finden würde, da sie ja sch on einen Internetauftritt haben. Vielleicht ist dieser aber auch in Eigenverantwortung von einzelnen Mitgliedern der Grünen-Ingolstadt entstanden, dann müsste bestimmt dennoch ein Konzept vorliegen. Also denke ich eher, dass man ein Konzept, das ja hoffentlich besteht, nur überarbeiten und dann auch wirklich umsetzen muss. Denn das beste Konzept hilft nichts, wenn es nicht umgesetzt wird.

    Tut mir Leid, wenn der Text jetzt eventuell etwas wirr ist, aber meine Gedanken sind so und ich habe schon lange keine längeren Texte mehr verfasst und somit außer Übung meine Gedanken für andere klar darzustellen. ^^

  2. @jeschua
    Dein Text ist perfekt und ich verstehe durchaus deine Gedanken. Natürlich freue ich mich über deine Bereitschaft mitzuwirken, wenn wir ein für dich tragfähiges Konzept finden. Dass es gelingen wird, davon bin ich überzeugt.

  3. @Nachgedanke
    Die Beschreibung deiner vorigen Internetaktivitäten war für mich neu und sehr interessant.

  4. Die Imageboards sind/waren definitiv eine interesssante Ecke. Zum Beispiel hat sich auf solchen Imageboards eine Gruppe formiert, die Aufklärungsarbeit über Scientology betreibt. Auch die Lolcats (Katzenbildchen mit lustigen Sprüchen drauf) haben ihren Ursprung in Imageboards. In letzter Zeit haben Imageboards aber immer mehr negative Schlagzeilen bekommen und sich auch ins negative entwickelt. Das deutsche Imageboard Krautchan wurde vor allem durch den Amoklauf von Winnenden bekannt, als eine bei Krautchan erschienene gefälschte Vorankündigung der Tat in den Medien ungeprüft verbreitet wurde. Imageboards haben durch ihre Popularität sehr viele kranke Leute angezogen, die einen Humor haben, den ich nicht mehr teile. Da werden schon einmal Bilder rumgereicht von Katzen die mit Feuerzeugbenzin übergossen und anschließend angezündet werden. Das ist für mich ein Punkt, das hat nichts mehr mit Spaß zu tun, das ist einfach nur krank. Nichtsdestotrotz haben Imageboards immer noch einen enormen Einfluss auf das „normale“ Internet.

  5. @jeschua
    Wie ich sagte: sehr interessant, von dir darüber etwas zu erfahren. Danke!

  6. ich fasse mal zusammen, was meine Ziele für eine neue Grüne Netzpolitk sind:
    Fragen zu stellen und zu beantworten: Wie verändert das Netz die politische Kommunikation und wie reagieren die Akteure darauf? Was sind neue Herausforderungen und Chancen für politische AKteure im Netz? Gibt es mehr demokratische Partizipation durch neue Technologien?
    Welche zugangsbeschränkungen und ungleichheiten gibt es? wie komme ich vom grünen netzwerken und online-marketing zu mehr beteiligung – welche qualität von partizipation wir es dann geben (diskussion, abstimmung, programmentwicklung…)
    Welche ziele hat neue grüne netzpolitik und welche programmitischen Ideen ergeben sich daraus?

    und zuletzt: wie kann ich den grünen Internetauftritt (ingolstadt) optimieren. ich finde ihn sehr „statisch“, komme aber niocht einmal dazu, wenigstens des Informationsteil auf dem neuesten stand zu halten.
    Was ich gerade aktuell mache: ich recherchiere, wie die derzeitige gedanken-lage der grünen dazu ist bei den verschiedenen aktueren: landesvorstand, verein netzbegrünung, wer sind die gigitalen akteure, was haben diese für interessen, welche unterschiede in wissen und kompetenzen gibt es dazu

  7. @Petra kleine
    1. Wie verändert das Netz die politische Kommunikation und wie reagieren die Akteure darauf? Was sind neue Herausforderungen und Chancen für politische AKteure im Netz? Gibt es mehr demokratische Partizipation durch neue Technologien?
    – Sehr guter Ansatz. Die Frage kann man allerdings nur beantworten wenn man die Tools gleich an konkreten Beispielen einübt. Das machen wir zum Teil jetzt gerade.

    2. Welche zugangsbeschränkungen und ungleichheiten gibt es? wie komme ich vom grünen netzwerken und online-marketing zu mehr beteiligung – welche qualität von partizipation wir es dann geben (diskussion, abstimmung, programmentwicklung…)
    – Dito. Gleich mit einem konkreten, überschaubaren Projekt anfangen.

    3. und zuletzt: wie kann ich den grünen Internetauftritt (ingolstadt) optimieren. ich finde ihn sehr „statisch“, komme aber niocht einmal dazu, wenigstens des Informationsteil auf dem neuesten stand zu halten.
    – Ok, das könnten wir in einem Arbeitskreis gleich angehen.

    4. Was ich gerade aktuell mache: ich recherchiere, wie die derzeitige gedanken-lage der grünen dazu ist bei den verschiedenen aktueren: landesvorstand, verein netzbegrünung, wer sind die gigitalen akteure, was haben diese für interessen, welche unterschiede in wissen und kompetenzen gibt es dazu.
    – Ok. Ich bin gespannt, was du herausbekommst!

  8. ich kann petra in ihrer fragestellung und zielsetzung nur zustimmen. für mich kommen dann auch noch elemente der zugangsgerechtigkeit und barrierefreiheit hinzu. es ist auch daran zu denken, dass wir in den verschiedenen altersstufen auch unterschiedliche nutzungsmuster – und frequenzen haben und die angebote insoweit differenziert werden müssen. daneben muss die demopraphische entwicklung in der konzeption auch berücksichtigt werden. es läuft also wohl je nach ziel- und nutzergruppe auf verschiedene angebote und teilnahme- bzw. teilhabemöglichkeiten hinaus. auch ich bin im moment am im netz am sammeln und wir müssen natürlich auch mitnehmen was „offiziel“ grün andenkt…

  9. @hoebusch
    Richtig. Let’s do it!

  10. klar, das mit dem eigenen blog hab ich eh schon länger vor 🙂

    schaut man sich im übrigen die – bisher sichtbaren – bewegungen der grünen in richtung netzpolitik an, so ist nach meiner (eingeschränkten) wahrnehmung eine der hauptzielgruppen die generation u35, v.a. wg. deren netzaffinität und der durch die piraten verstärkten bewegung. m.e. nach könnte es daher (demograph. entwicklung) daneben sinnvoll sein, angebote für ü35, also die „older user“, zu machen (i.e. blogs, foren, wikis), um v.a. die dort konzentrierte erfahrung und kompetenz mit einzubeziehen. vor diesem hintergrund gefällt mir dein seniorenprojekt gut und geht in eine richtige richtung.

    wichtig ist mir (klar 😉 weil ich auch genau in dem bereich liege) hier den bereich ü35 bis etwa u60 (natürlich auch >60) zu bedienen, den dort findet sich (die erfahrung mach ich auch in meinem beruflichen umfeld) auch gute soziale, professionelle, kulturelle und kommunikative kompetenz.

  11. @hoebusch
    OK. Unter „bedienen“ sollte man vielleicht eher denken, dass man den Leuten die Möglichkeit gibt, sich zu relevanten Themen zu äußern. Ich persönlich versuche, den Leuten, egal aus welcher Altersgruppe, „weltverbesserungsprojekte“ anzubieten. Und damit das funktioniert, müssten die älteren lernen, etwas schneller zu kommunizieren. Langsamkeit in Internet ist tödlich, wenn man zügig Projekte durchführen will.

  12. sehn wir uns auch am Montag? Ich denke Ihr habt sicher auch einiges dazu beizutragen – und ein Erfahrungsaustausch schadet bekanntlich nicht!

  13. @harald
    Wieso am Montag? Was ist da los?

  14. du hattest soo recht, doch neben Bereitschaft und Kompetenz bracht man auch ein bißchen Zeit : im wahlkampf war das nicht möglich
    und uns fehlte auch Harald, der technisch umsetzen kann und eigene Erfahrung hat wie web #funktioniert

  15. @petra
    Ja, das ist richtig toll, jetzt. Und wichtig ist auch, dass harald nicht nur kompetent ist, sondern auch das bottom-up modell im kopf präsent hat, oder zumindest bereit ist, dieses Modell gleich umzusetzen. Monika, steige doch ein!:-)))

  16. […] erfassen. Mein persönlicher Wunsch wäre, viel intensiver mit euch zusammenzuarbeiten, wie ich bereits an anderer Stelle zum Ausdruck gebracht […]

  17. […] Philosophie – Grüne in Ingolstadt – Die Brückenbauer – […]

  18. […] Philosophie – Grüne in Ingolstadt – Die Brückenbauer – […]

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