Menschen mit Projekten versorgen

Eigentlich ist mein Problem nicht das Alter, sondern die Tatsache, dass mein Handlungsfeld auf einmal zu fast Null geschrumpft ist.  Keine Uni, keine Schule, die mir permanent Probleme liefern und mich zwingen, ununterbrochen zu konzeptualisieren. Und das Konzeptualisieren ist genau das, was „high“ macht. Informationen selegieren und zu einem Handlungsplan entwickeln, der ständig auf die Probe gestellt wird und zur weiteren Konzeptualisierung zwingt.
Ununterbrochen Entscheidungen treffen, also Informationen verarbeiten müssen. Wenn das nicht mehr gegeben ist, leidet man einfach (Langeweile). Daher suche ich mir neue Problemfelder, die mir ununterbrochen relevante Informationen liefern und mich zwingen, diese zu Konzepten zu verarbeiten. Ohne Projekt geht das nicht. Daher ist es so wichtig, alle Menschen, mit denen man zu tun hat, mit Projekten zu versorgen.
JPOL

PS: Das war kein Jammereintrag, sondern eine Problemanalyse. Die Problemlösung ist in Sicht.

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6 Antworten

  1. Ich hoffe, Sie werden über die neuen Projekte berichten.

  2. @Melanie
    Klar! Das Berichten gehört ja zur Motivation, Projekte durchzuführen! Ping-Pong-Effekt (soziale Anerkennung motiviert, weiterzupushen und neue Erkenntnisse zu produzieren, die man kommunizieren will, usw)… Never endiing story…

  3. Was Du aufzeichnest, erinnert mich an die Handlungsweise des Gründers unseres Vereins. Er hat begonnen im Seniorenbeirat zu arbeiten, aber um unabhängig zu sein, gründete er mit einigen Freunden den Verein ALTERAktiv. Begonnen wurde mit einem Internetcafe, das damals aber noch nicht so erfolgreich war wie heute. Mit der Agenda 2010 kamen neue Aspekte hinzu. Möglichkeiten zu schaffen, dass die Menschen so lange als möglich selbständig und in den eigenen Wänden bleiben können. Eine sehr schwierige Aufgabe, da es oft an den Widerständen der Betroffenen scheitert, entsprechende Vorsorge zu treffen. Niemand will „alt“ sein… Und für die aktiven Ehrenamtler, heißt es meistens auch, wir wollen nicht abhängig sein – uns einbringen ja, aber eben nicht permanent. Das muss aber der Initiator tun und oft läuft er vorneweg, ohne nachzuschauen, ob die anderen ihm noch folgen…
    Er muss nicht nur Motor, sondern auch Koordinator sein, sonst steht er plötzlich alleine an der Spitze. Und damit kann man dann gar nicht mehr umgehen. Also auch die Leute mit denen man zusammenarbeiten will nicht überfordern, weil man schnell Ergebnisse sehen will. Manches braucht seine Zeit.
    Vernetzung ist wichtig, setzt aber voraus, dass die Menschen auch vernünftig und auf Augenhöhe kommunizieren. Wird das vernachlässigt, fühlen sie sich nicht eingebunden und die Zusammenarbeit wird schwierig.
    Man sollte diese Aspekte nicht aus den Augen lassen…

    LG Anntheres

  4. @Anntheres
    „Vernetzung ist wichtig, setzt aber voraus, dass die Menschen auch vernünftig und auf Augenhöhe kommunizieren. Wird das vernachlässigt, fühlen sie sich nicht eingebunden und die Zusammenarbeit wird schwierig. Man sollte diese Aspekte nicht aus den Augen lassen…“
    – Absolut richtig! Danke, dass du mich immer wieder darauf hinweist. Bitte weiter so! Das Voranpreschen war immer mein „Fehler“ mit Jungen, umso mehr muss ich mit Älteren aufpassen. Aber ich will nicht nur mit Älteren arbeiten, sondern mit allen und die willigen Älteren einbinden.

  5. Ja, richtig! Ich kann nur aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen berichten. Du mußt für Dich selber den „richtigen Weg“ finden, in dem Du Deine Fähigkeiten und Deine Kompetenz einbringen kannst.
    Das wird in Deinem Fall sicherlich auch generationenübergreifend sein.
    Natürlich muss man auch versuchen, die Menschen in den Projekten anzuleiten, selbständig zu entscheiden und zu handeln und die Freude an dem, was sie tun, zu wecken. Nur so wird man vermutlich erfolgreich sein. Es muss in den Menschen „brennen“, so dass sie auch bereits sind mehr dafür zu tun, als verlangt wird.

  6. @Anntheres
    Absolut einverstanden. In meinen Vorträgen versuche ich stets, durch mein eigenes Feuer anzustecken. Gerne zeige ich das Ziel und lasse die Wege offen. Aber drängen und ziehen bleibt dennoch dem Projektleiter als Aufgabe, wenn die erste Begeisterung der Teilnehmer verflogen ist. Das alles kenne ich gut!:-))) Durch dein Interesse hast du mir bisher sehr viel Motivation geliefert, diesen Weg nachhaltig anzugehen!

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