Seniorenbringschuld

1. Bilde dir nicht ein, dass, weil du alt bist, die Gesellschaft dir was schuldet.

2. Als alter Mensch stehst du im Wege und bist eine große Belastung.

3. Im Prinzip sind alle nett zu dir und helfen, wo es nur geht.

4. Daher hast du eine Bringschuld.

5. Versuche, dich fitt zu halten, trainiere Geschwindigkeit und Fröhlichkeit.

7. Fordere wenig, beklage dich nie, sondern sei freundlich und positiv.

8. Am besten tue dich mit anderen zusammen und versuche Verbesserungen in dem Alltag einzuleiten.

9. Und das gelingt am besten, wenn du dich vernetztst.

10. So wirst du zur Lösung des Agingproblems beitragen.

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8 Antworten

  1. Gegenthese:
    1. Bleibe selbständig und nimm Dein Leben auch im Alter weiter in die eigene Hand.
    2. Versuche Dein Leben sinnvoll zu gestalten und klammere Dich nicht an Deine Familie.
    3. Mach Dich nicht abhängig von der Hilfe anderer, solange es geht.
    4. Kümmere Dich um Dich selbst und andere.
    5. Halte Dich körperlich und geistig fit, damit hilfst Du Dir selbst und anderen.
    6. Lasse anderen ihr eigenes Leben, ohne Dich einzumischen, aber helfe, wenn Du wirklich gebraucht wirst. So behältst Du Dein inneres Gleichgewicht und schonst Deine Nerven…
    7. Suche Geselligkeit und erweitere Deinen Horizont.
    8. Gleichzeitig kannst Du auch etwas für die Gesellschaft tun, indem Du ein Betätigungsfeld suchst, in dem Du anderen nützlich bist. Das schenkt Dir und anderen Befriedigung.
    9. So kannst Du Dir auch die Achtung Deines Umfeldes und der jüngeren Generation erwerben.
    10. Auf diese Weise bleibst Du selbst auch aktiv und glücklicher…:-))

    Naja, ganz so einfach ist es nicht immer…
    Aber man sollte sich Mühe geben…

  2. @Anntheres
    Wieso Gegenthese? Ich sehe nur Empfehlungen, die exakt meinen eigenen Vorstellungen entsprechen.

  3. 1. Jeder wird (potenziell) mal alt. Bedenke dies schon in deiner Jugend. Gib wenn möglich diese Erkenntnis an deine Enkel weiter.

    2. Respekt dem dem Respekt gebührt. Wenn du früher beispielsweise als SS oder Stasi Mitarbeiter erfolgreich warst, halte dich bedeckt und reumütig. Ansonsten genieße deinen wohlverdienten Lebensabend wie es dir beliebt.

    3. Nimm wann immer es geht Hilfe an, denn: geben ist beglückender als nehmen.

  4. Auf mich wirken Jean-Pols formulierten Thesen abstoßend. Wahrscheinlich willst Du provozieren. Vor allem These 2: “ Als alter Mensch stehst du im Wege und bist eine große Belastung.“ mag hier und da sicherlich zutreffen. Ich rege mich selbst darüber in regelmäßigen Abständen auf ;).
    Dennoch glaube ich, dass diese Zielgruppe nicht mit Provokationen mitgerissen werden kann. Dazu haben Ältere schon zu viel erlebt und eine gewisse Gleichgültigkeit entwickelt, glaube ich.
    Auf mich wirken Anntheres Thesen viel handlungsmotivierender. Ein weiterer Vorteil ist, sie sind sehr allgemein formuliert und nicht direkt ans Web gebunden.

    Liebe Grüße
    Jana

  5. @Jana
    Ja, die Thesen sind gewöhnungsbedürftig. Aber so sehe ich die Sache eben. Das ist political non correct. Ich will nicht provozieren, sondern aufrütteln: „Altersgenossen, reisst euch zusammen!“

  6. Ich habe während meines Studiums abends immer an der VHS Kurse gegeben (praktische Psychologie, Bewerbungstrainings usw.) und dabei immer ein sehr gemischtes Teilnehmerpublikum vorgefunden. Auch hinsichtlich des Alters. Ich habe manchmal das Glück gehabt, großartige alte Menschen kennen zu lernen. Was mir dabei aufgefallen ist, dass ich damals nie das Gefühl gehabt hatte, dass sie ‚alt‘ waren. Sie waren interessant. Ich glaube, wenn alte Menschen sich nicht wie ‚alte‘ Menschen verhalten und nicht darauf bestehen, als ‚Alte‘ besondere Vorrechte oder Meinungen haben zu müssen, sondern so wie alle anderen sein dürfen, dann fällt es allen gleich leicht, miteinander auszukommen.
    Vor einiger Zeit hatte ich eine junge Frau kennen gelernt und mit ihr eine spannende Zeit verbracht. Sie hätte gut meine Tochter sein können. Auf meine Frage hin, ob ich ihr nicht zu alt wäre, meinte sie, dass sie mein Alter gar nicht sieht bzw. als relevant für die Beziehung denkt. Das fand ich im ersten Moment charmant, im zweiten machte es mir klar, dass man dem Alter wirklich keine große Bedeutung zumessen sollte. Wichtig ist es eher, aufgeschlossen zu sein und ab und zu Schmetterlinge im Bauch zuzulassen …

    Greetz Itari

  7. @Itari
    Vielen Dank Itari. Ich sehe das auch so.

  8. Liebe Greetz Itari!

    Ich kann es nur bestätigen. Habe in meiner Tätigkeit viele Menschen kennengelernt, die aus dem Rahmen fallen und die durch ihr positives Denken auffallen. Meist haben sie einen guten beruflichen Hintergrund und viel Erfahrung, die sie für Neues einsetzen könnenund wollen.
    Der neue Vorsitzende unseres Vereines ist z.B. ein pensionierter Richter, der in seiner Amtszeit schon viel ehrenamtliche Erfahrungen gemacht hat und diese nun weiterführen möchte. Bestechend ist an seiner Person, dass er sehr gut zuzuhören versteht und in seiner Beurteilung schnell auf den Punkt kommt. Das tut dem gesamten Team gut und sicher wird nach seiner Einarbeitung manches besser laufen.
    Doch leider gibt es auch andere Beispiele. Menschen, die von ihrem Beruf offenbar überfordert waren, gesundheitlich sehr gelitten haben und auch keine Möglichkeit mehr sehen, dies zu ändern. Oft kommen auch noch depressive Stimmungen dazu. Hier fällt das Lernen insgesamt schwer, man muss geduldig die Angst vor der Technik abbbauen und motivieren, den PC als Hobby zu entdecken.
    In jedem Falle ist es immer eine Bereicherung und ich hören sehr oft:
    Ach, hätte ich doch bloß früher damit begonnen…;-)

    LG Anntheres

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