Wie mache ich mich (weiter) attraktiv?

Resume Nach meinem – wie ich denke gelungenen – Abgang aus Uni und Schule stellt sich die Frage, woher ich meine Kicks in Zukunft erhalten werde.

1. Gelungener Abgang: keine Ausfransungen

Für mich war es schon immer wichtig, einen sauberen Abgang zu finden, ohne Sentimentalitäten und Festklammerungen. Dies gilt für persönliche Beziehungen und selbstverständlich auch für berufliche. Letzte Woche war mein letzter Workshop sehr gelungen, das verdanke ich der äußerst liebevollen Aufnahme in Grebenstein/Kassel.  Ferner wird in der November-Nummer von GEO-Wissen ein Porträt über mich erscheinen, und das freut mich natürlich.  Sauberer Schnitt. Nichts wäre für mich schrecklicher gewesen als eine Selbstdemontage vor aller Augen. Unter Senioren bin ich jung und habe eine schöne Zukunft vor mir.

2.  Warum muss ich attraktiv bleiben?

An anderer Stelle habe ich beschrieben, dass es über die von Maslow beschriebenen Bedürfnisse hinaus ein Grundbedürfnis nach Informationsverarbeitung gibt. Wie kann ich also sichern, dass dieses mein Grundbedürfnis auch in der Zukunft befriedigt wird? Natürlich kann ich die Zeitung lesen und sonstige Informationsquellen anzapfen. Die Informationsverarbeitung bleibt aber einseitig und undynamisch. Wozu soll ich Informationen aufnehmen, wenn das Ergebnis ihrer Verarbeitung (Konzeptualisierung) nicht abgefragt wird?  Ich muss also weiterhin Projekte durchführen, denn nur im Rahmen von Projekten entsteht die Notwendigkeit, Informationen intensiv zu verarbeiten und als Problemlösungen zu konzeptualisieren. Und für Projekte brauche ich Partner. Also muss ich attraktiv bleiben, bzw. mich in neuen Feldern attraktiv machen.

3. Seniorenglück

Es liegt auf der Hand, dass ich als Adressaten die Gruppe aufsuche, die mir Zukunft bietet. Es sind die Senioren, denn im Gegensatz zur Jugend gibt es keine Altersgrenze nach vorne. Ich werde nie aus der Seniorengruppe wegen Altersüberschreitung rausgeworfen. Da mein Thema lautet „Wie werde ich glücklich(er)?“ interessiert es die Senioren ganz besonders, denn sie haben viel Zeit, sich mit dieser Frage zu befassen. Ich möchte Projekte anbieten, die ehrgeizige Ziele verfolgen, weil dadurch intensive Erlebnisse induziert und große Kicks ausgelöst werden, wenn man das Ziel erreicht.  Gestern habe ich darüber mit Petra Kleine gesprochen, und sie schien interessiert.

Fazit Ich denke, es wird mir gelingen, ein Feld zu strukturieren, das mir intensive Informationsverarbeitung für viele Jahre sichert.

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4 Antworten

  1. Ich wünsche dir alles gute bei deinen neuen Projekten und ganz viel Information zu verarbeiten! 🙂

  2. @cspannagel
    Danke. Ich werde bestimmt auf dich zurückkommen, vielleicht früher als du denkst. Lernen betrifft alle Lebewesen, auch Senioren!.-)))

  3. Ich bin beeindruckt von deiner Konsequenz und angesichts deines Erfahrungsschatzes auch unzufrieden über deine Konsequenz, da dein Reflexionsvermögen auch im Abstand zum konkreten Unterricht einen Blick beizusteuern hätte, den andere so nicht haben. Dabei macht es mir Hoffnung, dass du im Zusammenhang mit den Senioren nach wie vor dem Lernen als Thema und Konzeptualisierungsfeld treu bleibst. Und doch: Auch wenn sich Schule rasend schnell verändert, wäre es z. B. für mich durchaus spannend, einen erfahrenen und gegenüber den schnellen Veränderungen dann auch „fremden“ Blick auf (neue) Konzeptualisierungen hin als Reflexionspartner aktiv zu wissen.

    Zugegeben: Ich bin überrascht, dass angesichts deiner Entscheidung kein Aufschrei durch den Kreis deiner bisherigen Konzeptualisierungspartner geht. Ja, ich akzeptiere die Entscheidung, aber nicht, ohne Widerstand gegen den Entzug deiner Überlegungen zumindest an dieser Stelle leise zu äußern.

  4. @HerrLarbig
    Ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag, der mich natürlich sehr freut.
    „Und doch: Auch wenn sich Schule rasend schnell verändert, wäre es z. B. für mich durchaus spannend, einen erfahrenen und gegenüber den schnellen Veränderungen dann auch „fremden“ Blick auf (neue) Konzeptualisierungen hin als Reflexionspartner aktiv zu wissen.“
    – Ich verstehe. Allerdings gibt es genug „Nestore“ im Blidungswesen, die auch im hohen Alter Ratschläge aus der Erinnerung erteilen. Mir ist ein klarer Schnitt lieber, auch aus Imagepflege. Ich möchte mein Image, das auch eine Art Restkapital ist, nicht selbst beschädigen.

    „Zugegeben: Ich bin überrascht, dass angesichts deiner Entscheidung kein Aufschrei durch den Kreis deiner bisherigen Konzeptualisierungspartner geht.“
    – Eben. Alles geht sehr schnell und man sollte nicht klammern, denn lieber selbst loslassen, als losgelassen werden. Das gehört zu den Regeln, die ich gerne meinen Seniorenkollegen weitergeben möchte, in der sich nun für mich eröffnende Zukunft.
    Noch einmal sehr herzlichen Dank!

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