Guttenberger in Jena: „Niemand war weggerissen!“

Resume Michael Kratky und Johannes Guttenberger haben am vergangenen Freitag einen Wokshop in Jena durchgeführt. Nach Guttenbergers Meinung war niemand vom Workshop „weggerissen“. Seine Hinweise scheinen mir für die Zukunft unserer Projekte sehr wichtig.

1. Heiner Wittmann äußerte sich positiv:

Blogentry 1: (…) Die Art und Weise, die präzise Darstellung anhand eines Beispiels, wie mit einem Wiki gearbeitet wird, ist klasse. (…)

Blogentry 2: (…) Michael Kratky und Johannes Guttenberger haben über den Einsatz von Wikis berichtet. Dachte mir zuest kenne ich schon, aber ihr Atelier „Wissenskonstruktion mit partizipativen“ Tools war schon deshalb so gut, weil es so klasse vorbereitet war und vorgetragen wurde.(…)

2. Ich fragte Johannes, warum aus seiner Sicht niemand hin und weg war

„Ich denke dazu Folgendes:

1. in der extremen form, wie wir (bzw vor allem beispielsweise Sie und Hr. Spannagel) die sache angehen und betreiben, ist sie nicht Standard, aber Wikis oder Moodle-Zeugs oder dergleichen wird natürlich immer bekannter und immer mehr auch von schulen eingesetzt, so dass es nicht mehr so besonders ist als noch vor wenigen monaten und jahren.

2. viele konzentrieren sich meiner meinung nach (logischerweise 🙂 nur auf das sichtbare, also auf das erstellen von wikis oder praktische fragen, wie beispielsweise „wie bringe ich meine schüler zu diesem oder jenem“ (seiten erstellen etc). Die dahinterstehende theorie aber vernachlässigen vermutlich viele (vllt weil sie sie für zierde oder überzogen oder falsch oder wichtigtuerei halten) und manche lassen sich nicht, andere nur bedingt oder vorübergehend darauf ein, fangen aber wahrscheinlich nie oder nur ganz selten an, in derartigen kategorien und mit derartigen mustern zu denken, so dass sie davon nicht „begeistert“ (im Sinne des Wortes) sein können.

3. es kommt ja immer aufs publikum drauf an. manchmal sind leute dabei, die sich sehr leicht davon begeistern lassen und sehr drauf abfahren, manchmal nicht. dabei kommts vllt auch aufs alter an. jüngere leute lassen sich vllt leichter mitreißen, sind noch begeisterungsfähiger und manchmal idealistischer. sie lassen sich vllt nicht so sehr von der technik begeistern (weil sie mit der eh schon ziemlich vertraut sind oder es schnell werden), aber evtl durch die dahinterstehenden Ideen bzw wirklich interessante Projekte, die sich mit Hilfe der Technik angehen lassen.

4. man darf ja nie die inkubationszeit außer acht lassen, obwohl die „Beeinflussungsphase“ bei einem derartigen atelier schon sehr kurz und damit nicht so intensiv ist wie z.B. 3 Jahre Französischunterricht. Aber manchmal reicht ja schon ein kleiner Ruck, um eine Lawine ins Rollen zu bringen…

5. Auch wenn wir noch lang nicht alle Potenziale ausnutzen, so sind doch mittlerweile die meisten – zumindest was die technik angeht – im pc- und internet-zeitalter (neuen paradigma) angekommen.

Was meinen und denken Sie dazu??

vg, Johannes“