Was ist wo und durch wen vorne?

Resume Als Forscher, der versucht Innovationen hervorzubringen und zu propagieren, beobachte ich die Verbreitungsfortschritte unserer Gedanken. Wo sind sie gerade, diese Ideen?

1. Das ganze Paket am letzten Freitag in Jena

Kollektive Wissenskonstruktion, Neuron, Gehirn, exploratives Verhalten, LdL, IPK, Inhalte im LK-Französisch, Menschenbild, Weltverbesserung, UNO und anderes mehr… Das ganze Paket wurde von Michael Kratky und Johannes Guttenberger auf dem Bundeskongress der Französischlehrer in Jena am letzten Freitag in einem Workshop vorgetragen. Ein Mitarbeiter des Klett-Verlages saß im Saal und hat mitgebloggt ( Wissenskonstruktion mit partizipativen Tools. Von H.Wittmann).

2. Ludwigsburg, Spannagel und Lutz Berger

Welche Gedanken im Ludwigsburger Umfeld von wem und wohin getragen werden, weiß ich nicht genau. Ich kann nur die permanenten Emergenzen über Twitter, Blogs und Plattformen wahrnehmen. Die jüngste war gestern abend, es war ein Tweet von Lutz Berger: „Looking at: meine ldl-clip-statistik „lutzland.blog“ » LdL – Rückschau – wer schaut was?“ Die ganze Ludwigsburger Aktion wird einen Höhepunkt am 09.05.09 schaffen, aber wie es weitergeht kann ich nur ahnen. Es wird wahrscheinlich besser, als ich es mir in den kühnsten Fantasien vorstelle.

3. Guido Oebel in Japan

Eine Emergenz, die mich besonders freut, ist das Erscheinen des von Guido Oebel herausgegebenen Sammelbandes „LdL – Lernen durch Lehren goes global: Paradigmenwechsel in der Fremdsprachendidaktik und kulturspezifische Lerntraditionen. Erweiterter Tagungsband der 2.DaF-Werkstatt Westjapan vom 27. bis 29. Oktober 2006 an der Universität Kurume, Mii-Campus.“ Verlag Dr.Kovac. 2009. 410 Seiten.  Zusammen mit der persönlichen Komponente (Guido Oebel hat die LdL-Bewegung enorm vorangebracht) beglückt mich, dass das universalistische Menschenbild, das LdL zugrundeliegt, ins Zentrum der Reflexion rückt.

4. Reflexion über Unterricht

Und natürlich komme ich auch voran in meinem ureigenen Feld, der Durchführung von Unterricht und der Reflexion darüber. Es scheint, dass meine Schüler bereit sind, aus der abwartenden Haltung zur Offensive überzugehen. Nachdem wir uns ausführlich mit Europa beschäftigt haben, werden wir, so hoffe ich, ab morgen die Probleme der Welt angehen. Über das entsprechende Buch verfüge ich ja: Histoire/ L’Europe et le monde depuis 1945. Klett/Nathan. Und für meine vertieften Reflexionen über meinen Unterricht vefüge ich über zwei vorzügliche Denkpartner: das ist einmal apanat, den ich im Rahmen meiner Aktivitäten in der Wikipedia kennen- und schätzen gelernt habe, und Maik Riecken, der erst vor kurzem und mit intellektueller Wucht in meinem Horizont aufgetreten ist.

5. Nur Bestandsaufnahme heute um 9.50Uhr

Selbstverständlich vergesse ich nicht Joachim Grzega, oder auch Twitter-Denkpartner wie Filterraum oder Itari_Itari, ganz zu schweigen von Mindlounge. In meinem Eintrag habe ich die Personen und Aktionen thematisiert, die sich gerade im Brennpunkt meiner Aufmerksamkeit befinden. Und auf die Arbeit mit den Grünen freue ich mich natürlich sehr, Petrakleine!

Fazit Da und dort kommen wir voran. Überall innovativ, überall erfolgreich und dennoch in der Summe unspektakulär. Das ist Aktionforschung eben. Der Glanz kommt nach dem Tod!:-))

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6 Antworten

  1. Manchmal frage ich mich auch warum all die super Projekte in ihrer Gesamtheit nicht (noch) mehr bewegen. Seit 2 Jahren verfolge ich intensiv viele Menschen, die weltweit im Sinne der Aktionsforschung agieren, tun, machen, handeln – in den verschiedensten Gebieten/Richtungen, aber immer „zum Wohle der (Welt)Gesellschaft“, zeitgemäße Veränderung, Entwicklung….

    Wenn ich diese Zusammenfassung lese geht es mir ähnlich: Ich verfolge all die super Projekte, sei es die weltweiten IPK-Projekte, oder den seit Monaten anhaltenden Flow im Bereich LdL.
    „Überall“ haben sich bundesweit Lehrende in das Projekt „eingeklinkt“ und machen in ihren Schulen und Hochschulen entsprechend erfolgreichen Unterricht.

    Überall geht es voran, innovativ und erfolgreich, wie du schreibst – trotzdem wünschten wir uns in der Summe doch mehr, oder?

    Komme ich zurück zur Ausgangsfrage, warum all die engagierten Menschen mit ihren super Projekten weltweit nur ein Tropfen für den Durst nach Veränderungen (Gesellschaft, Politik, Bildung usw. usf.) sind – Mir wird dann mal wieder klar: Die Welt ist groß!

    Die Interessen sind sehr verschieden und Aktionsforschung, oder wie immer wir es nennen wollen, anscheinend immer noch nicht wirklich so anerkannt, wie es ihr gebührt!
    Das Internet ermöglicht uns unsere Nachrichten selbst zusammenzustellen – von daher werden diese verschiedenen Aktionen immer mehr in den Vordergrund rücken, weil sie viel bewegen und weil wir darüber schreiben… ! Menschen lesen das und wünschen sich dann z.B. für ihre Kinder auch LdL beim nächsten Elternabend…

    Wenn man genau hinschaut, dann kann man den Glanz an vielen Stellen sehen, die Welt ist glänzend – wir müssen nur den Fokus auf den (Welten) Glanz richten… am besten schon vor unserem Tod 😉

  2. @Alexander
    Vor dem großen Durchbruch gibt es Gott sei Dank auch kleine. Und dies ist offensichtlich die Belohnung für alle, die sich in all diesen Projekten investieren. So wie du jetzt mit deinem Benin-Projekt. Bereits jetzt hat es sich gelohnt, oder? Und der Flug dahin findet erst nächste Woche statt!

  3. 1974! erhielt Frederic Vester den Adolf-Grimme-Preis (Glanz?) für seine Fernsehserie (Massenmedien) „Denken, Lernen, Vergessen“.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Vester

    2009 sagt Prof. Kruse in einem Interview, sein Kollege Manfred Spitzer würde fast verzweifeln, weil im Bereich Schulbildung immer noch nicht adäquat die uns momentan bekannten Funktionsweisen des menschlichen Gehirns berücksichtigt würden.

    So what?

    Inkubationszeit?

    Weiter machen, emergente Strukturen „erkennen“, so wie du das hier vor machts Jeanpol.

    Wo ist vorne und wo hinten?

    Z.B. Hier:
    Thema Schule nicht relevant für Unternehmen?
    http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.ulrikerenate:53

    Thema Kunst und Kultur nicht relevant hier?
    http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/03/26/wie-gehen-wir-mit-komplexitat-um/

    Lassen wir uns auf Emergenzcluster ein?

  4. @Michael Walde
    „emergente Strukturen “erkennen”, so wie du das hier vor machts“
    – OK. Botschaft verstanden. Ich mache weiter in dem von dir aufgezeigten Sinn (Emergenzen erkennen und aufzeigen).

  5. Fragen zum Thema:
    Wofür is’n LdL gut?
    Gibts da Vorteile von?
    Hat man das mehr Ruhe vor den Schulern und Studenten? Hat man da mehr Freizeit und weniger Stress von?
    Muss man das lernen?
    Kann man das kaufen?
    Hat irgendwer was davon, den ich noch nicht kenne, der aber wichtig ist?
    Muss man das studieren und wenn ja wo?
    Bekommt man davon keine Pickel?
    Kann man LdL auch so nebenher machen? Auch wenn keine Webanschluss da ist?
    Muss man als LdLer twittern oder Frauen mögen?
    Für mich gibt es da noch viele Fragen, bevor man emergente Strukturen darüber ausbreitet, also die prinzipielle Nichterklärbarkeit darüber annimmt *gg*

    Itari

  6. @Itari
    Fragen zum Thema:
    Wofür is’n LdL gut?
    – Befriedigung des Grundbedürfnisses nach Informationsverarbeitung.

    Gibts da Vorteile von?
    – Siehe oben.

    Hat man das mehr Ruhe vor den Schulern und Studenten?
    – Wenn Menschen zufrieden sind, geben sie Ruhe.

    Hat man da mehr Freizeit und weniger Stress von?
    – Selbstverständlich.

    Muss man das lernen?
    – Ja, das muss man lernen.

    Kann man das kaufen?
    – Nein, das kann man nicht kaufen.

    Hat irgendwer was davon, den ich noch nicht kenne, der
    aber wichtig ist?
    – Petra Kleine.

    Muss man das studieren und wenn ja wo?
    – Learning by doing. Oder alle Schriften und Filme, die seit 1982 verfasst und gedreht wurden, rezipieren.

    Bekommt man davon keine Pickel?
    – Wie von jeder anderen Tätgkeit auch.

    Kann man LdL auch so nebenher machen? Auch wenn
    keine Webanschluss da ist?
    – Nein, der Webanschluss tut nichts zur Sache.

    Muss man als LdLer twittern oder Frauen mögen?
    – Man muss es nicht, aber man tut es.

    Für mich gibt es da noch viele Fragen, bevor man
    emergente Strukturen darüber ausbreitet, also die prinzipielle Nichterklärbarkeit darüber annimmt *gg*
    – Du kannst es handhaben wie du willst.

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