Gemeinsam Wissen konstruieren, international: mühsam aber lohnend!

Resume: Im Modul „Internet- und Projektkompetenz“ (IPK) der Uni Eichstätt arbeiten Lehramtsstudentinnen mit Bulgarinnen und Studentinnen aus den USA gemeinsam an Themen, die sie selbst festlegen. Sie konstruieren also gemeinsam Wissen, weltweit.

1. 60 Studentinnen aus drei Ländern

Das Modul besteht bereits seit 2001 und ist breit dokumentiert. Ich konzentriere mich auf den aktuellen Durchgang. Es sind 60 Studentinnen des Grundschullehramtes: 6 Studentinnen aus Eichstätt, 12 Studentinnen aus Sofia und 48 Studentinnen aus Charlotte (North Caroline). Der Kurs dauert ein Semester wähend dessen die Teilnehmerinnen a) sich auf Themen einigen müssen, b) internationale Gruppen bilden, c) ein Forschungsdesign (empirische Forschung: Interviews und Fragebögen) aufstellten, d) die Forschung in den jeweiligen Ländern durchführen, e) die Ergebnisse der jeweiligen Länder vergleichen, f) die Ergebnisse in Wikis und Homepages veröffentlichen.

2. Die Themen und die Kommunikation in diesem Semester

Folgende Themen werden in diesem Semester erforscht:a) Das Verhältnis zwischen Kind und Natur, b) Der emotionale Einfluss von Grundschullehrern auf die Kinder, c) Unterrichtsmethoden: Instruktion oder Konstruktion?, d) Offene Unterrichtsmethoden, e) Lehrpläne in der Grundschule, f) Ausbildung als Spezialist oder Generalist?

Zur Kommunikation werden ZUM-Foren benutzt und Wikis. Letztere enthalten diverse Übersichten, darunter eine dreispaltige mit folgenden Inhalten: I. Was ich bisher über das Thema weiß. II Was ich erfahren möchte. III Was ich nun gelernt habe. Hier ein Beispiel: Gruppe 3: Types of instruction and learning theories

Fazit: Auch wenn die Zusammenarbeit mit einem großen Koordinationsaufwand verbunden ist und erfahrene Dozenten und Tutoren verlangt, so lohnt sich die anstrengende Arbeit. Es wird ein international relevantes Wissen gemeinsam konstruiert. Aus meiner Sicht der Weg der Zukunft für das Bildungswesen.

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3 Antworten

  1. Der Weg in die Zukunft des Bildungswesens – ja, so könnte er beschritten werden. Was ich im persönlichen Austausch mit den Beteiligten (Profs und Studenten) mitbekomme, ist neben der thematischen Ebene und der gemeinsamen Wissenskonstruktion in diesem Projekt auch die Erkenntnis, dass erfolgreiche virtuelle Kommunikation sehr viel mit Empathiefähigkeit und interkultureller Kompetenz zu tun hat. Die Leute werden salopp gesagt einfach wahnsinnig fit gemacht für weitere Projekte…

  2. Momentan plane ich kleine „nationale“ Projekte mit meinen Studenten. Auf die internationale Ebene zu gehen wäre natürlich noch ein weiterer Motivator – insbesondere, wenn man dann auch noch dort hinfährt! Super – steht auf meiner ToDo-Liste. 🙂

  3. Ich bemühe mich, all diese Aktivitäten genau zu verfolgen, und wenn es möglich ist, zu vernetzen.

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