Traumhaft, aber noch nichts passiert!

Nach einem Jahr Flow im Rahmen von Educamp Ilmenau, Bodensee (Reinhard Kahl), Educamp Berlin, Neuron und Ludwigsburg möchte ich innehalten und bilanzieren. Danach werde ich meine Ziele für die nächsten Monate festlegen.

Resume: als Aktionsforscher bemühe ich mich, a) Probleme des Forschungsfeldes zu identifizieren, b) mit Hilfe von Partnern Lösungen (neues Handlungswissen) zu erarbeiten,  und c) dieses neue Wissen zu verbreiten. Da ich in den letzten 25 Jahren Handlungswissen konstruiert habe, das noch nicht breit diffundiert wurde, stand Verbreitung auf der Tagesordnung.  Jetzt muss wieder neues Wissen konstruiert werden.

1. Vor einem Jahr: Wissen auf Vorrat

Vor einem Jahr war LdL im deutschen Bildungssystem bekannt. Die Methode war dank Einladungen des Goethes Instituts oder der Deutschen Schulen auch im Ausland ein Begriff (Europa, aber auch Äthiopien, Türkei, Südamerika und dank Guido Oebel auch besonders in Japan). Allerdings war LdL vor allem als eine „Technik“ unter vielen anderen verstanden. Nur wenige erkannten, dass hinter LdL ein umfangreiches, modernes pädagogisches Konzept steht.

2. Die Leistung der Neuronen-Gruppe: Diffundierung des vorliegenden Wissens

Dank Educamp und die Neuronen-Gruppe, insbesondere dank Lutz Berger war es möglich, den Fokus auf die Theorie zu richten. Die gute Aufnahme meiner Konzepte (vor allem Neuron) durch die Educamp-Freaks ermutigte mich, diese Ideen auch in einem größeren,  traditionelleren Kontext vorzustellen (Bodensee-Kongress Reinhard Kahl). Dort wurden die Gehirnmetapher und mein anthropologisches Modell ebenfall sehr gut aufgenommen.

3. Legitime Freude am Diffundieren

Natürlich macht es sehr viel Spaß, neues Wissen zu diffundieren: man weiß etwas, was die anderen nicht wissen. Man gewinnt dadurch Aufmerksamkeit (Währung der Zukunft) und gerät in ein Flow, der solange andauert, solange es Leute gibt, die dieses neue Wissen nicht kennen und Uiiii sagen. Man freut sich und neigt dazu, sich mit dem Verbreitungsprozess übermäßig zu befassen, der ja soviel Spaß macht. Was aber, wenn der Vorrat an neuem Wissen verbraucht ist?

4. Neues Wissen konstruieren: IPK-Modell

Vorschlag für Ludwigsburg (weitere biographische Mitfahrgelegenheit):

– Ein relevantes Problem wird identifiziert (z.B. Internetkompetenz  in Grundschulen) und international angegangen,

– Suche nach Partnern im Ausland (PH in Bulgarien oder USA),

– Gemeinsame Forschung ein Semester lang,

– Hochladen der Ergebnisse (neues – für den Fortschritt der Menschheit relevantes – Wissen)

– Diffundierung dieses neuen Wissensproduktes.

Aufgabe des Dozenten: Organisation kollektiver Reflexion und kollektiver Wissenskonstruktion

Meine Ziele für die nächsten Monate: soviele IPK-Projekte wie möglich in allen mir zugänglichen Gruppen anregen.

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6 Antworten

  1. Danke für die Zusammenfassung. Für mich ist dieser Beitrag sehr nützlich.

  2. Danke für deine Rückmeldung! Inwiefern ist diese Zusammenfassung für dich wichtig?

  3. Vielen Dank für die Ideen! Die Studierenden in meinem Seminar haben auch schon zahlreiche Ideen entwickelt, wie es weiter gehen kann. Ich würde sagen: Wir machen einfach so weiter. 🙂

  4. Genau, wir machen weiter! Der Text war im wesentlichen dazu gedacht, dass ich für mich selbst Klarheit über die Ereginisse im letzten Jahr schaffe und weitere Ziele entwickle. Und die Überschrift ist ein Hingucker.

  5. Die Zusammenfassung ist wichtig, da ich jetzt etwas bei der Hand habe, was recht kurz aber präziese ist. Dieses hilft mir Menschen, die etwas neugierig geworden sind auf das Thema, schnell einen Überblick zu geben.

  6. @Mo
    Danke. Das zeigt, dass meine Bemühungen, mithilfe dieses Blogs Klarheit zu schaffen, sich lohnen!

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