Der Mensch als Neuron – Maslow und Martins Menschenbild

Dieses Interview-Video wurde auf der Educamp im Oktober 2008 in Berlin von Lutz Berger aufgenommen. Es ist der Teil I, in dem ich den Menschen als Neuron in der digitalen Welt definiere. Ferner erläutere ich die Bedürfnispyramide von Maslow und dass alle Bedürfnisse dem Grundbedürfnis nach Kontrolle unterzuordnen sind.

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8 Antworten

  1. Hall Jean-Pol,

    Ich habe mir gerade den Wiki Eintrag von Maslow angeschaut. Darin steht: „I was the little Jewish boy in the non-Jewish neighborhood. It was a little like being the first Negro enrolled in the all-white school. I was isolated and unhappy. I grew up in libraries and among books, without friends.“

    Bei den Theoretikern schaue ich mir immer das Leben des Autors an um die Theorie besser einordnen zu können. Maslow scheint ja kein erfülltes Leben gehabt zu haben.

  2. @Tamim
    Es wird davon berichtet, dass seine Kindheit unglücklich war, nicht sein Leben als Erwachsener. In der Kindheit empfand er Defizite an Aufmerksamkeit und Zuwendung, die ihm wohl die Kraft gaben, sein Leben so zu gestalten, dass die Defizite später ausgeglichen wurden. Insofern ist es ein Bilderbuchbeispiel für jemanden, der die Defizite der Kindheit durch Handeln in seinem späteren Leben kompensieren konnte. Defizite im Bereich der Anerkennung sind eben eine gute Motivation für außergewöhnliche Leistungen, die später Anerkennung bringen.

  3. Aber das ist es ja. Es kann ja nicht sein dass man die Leistungen erbringt um Anerkennung zu bekommen. Selbst Kant sagt das nicht. Die Bedürfnispyramide von Maslow ist egozentrisch und stempelt den Menschen als Egoisten ab. Es gibt sehr viele Menschen die im Stillen Gutes tun und die Anerkennung gar nicht suchen. Nicht jeder ist Ich-Fixiert.

  4. Hast du denn einen Hinweis darauf dass sein Leben später „erfüllt“ war.

  5. @Tamim
    Kant ist ein Philosoph, kein Psychologe. Philosophen sind auf Spekulationen angewiesen.
    Anerkennung bedeutet nicht, dass man im Zentrum des Interesses steht und permanent in den Medien zu bewundern ist. Du, Tamim, wirst hier anerkannt, weil du mitdiskutierst und interessante Beiträge lieferst. Wenn ich jemandem im realen Leben helfe, bedankt er sich und das ist auch Anerkennung. Menschen bewegen sich im Spannungsfeld von Altruismus und Egoismus. Ohne Altruismus wären wir gar nicht lebensfähig.
    Die Frage ob Maslow ein erfülltes Leben geführt hat, kann ich auf Anhieb nicht beantworten. Angesichts seiner Wirkung als Wissenschaftler neige ich dazu mit ja zu antworten. Aber um genau zu sein, müsste ich jetzt recherchieren.

  6. Sagen wir es so.Die Pyramide von Maslow ist ein Konstrukt. Es gibt einige andere Ansätze bezüglich „Wie ist/sollte der Mensch sein Leben organisieren“ die weit mehr positives zu dieser Welt beigetragen haben und immer noch beitragen als Maslow es tut.

  7. Mag sein. Ich benutze Maslow und solange andere das auch sinnvoll und nützlich finden, ist das wohl in Ordnung. Ich leugne nicht, dass es auch andere Modelle gibt.

  8. […] nicht mehr das Wissen an sich, sondern die Kompetenz, wie man für sich selber in einem Neuronenstrom Orientierung finden […]

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