Stadtführung: Der Ingolstädter Stadtrat Christian Lange meint…

Christian Lange Herzlichen Dank an Jean Jean-Pol Martin – es war ein Genuss, ein Erlebnis und ein spannender Einblick in die Zusammenhänge der Epochen Ingolstädter Geschichte. Fazit für mich: die Geisteswissenschaft ist die Klammer dieser Epochen. Sehr viel gelernt !!! Eine sehr empfehlenswerte Führung durch die Stadtgeschichte.

Georgianum: mein Leserbrief für den Donaukurier mit der Bitte um Abdruck!:-)

Ingolstadt Hochburg des Humanismus? Wer weiß das schon?

Jean-Pol Martin

Ich  lebe seit 34 Jahren in Ingolstadt, war beruflich tätig in Eichstätt im Bildungsbereich und habe noch nie gehört, dass unsere Stadt kulturell interessant sei. Erst nach der Pensionierung, als ich bei den Grünen reaktiviert wurde, erfuhr ich vieles über unsere Schätze im Zusammenhang mit der Gießereigelände-Diskussion und mit der Renaturierung des Bayernoil-Areals. Auf diesem Hintergrund entwickelte ich das Modul „Ingolstadt-Expertise“ für Schüler „mit Migrationshintergrund“ mit der Absicht, ihnen die Stadt näherzubringen im Hinblick auf eine noch stärkere Integration. Dabei war mir Herr Dr.Lösel als Integrationsbeauftragter sehr hilfreich.  Was mich allerdings verblüffte, war dass unsere Schüler nach einem kurzen Crashkurs vielmehr über die Stadt wussten als unsere Ur-Ingolstädter. Die Schüler waren begeistert, in einer Stadt zu leben, die seit dem Mittelalter so wichtig für Bayern war! Dass wir sogar Hauptstadt waren, darüber können wir stolz sein!
Nur: wo können wir uns vertraut machen mit dieser beeindruckenden Vergangenheit? Wir waren eine Hochburg des Humanismus! Nicht nur: die Jesuiten hatten Ingolstadt zur zentralen Ausbildungsstätte ihres Nachwuchses in Deutschland gemacht. Von hier aus gingen Astronomen, Kartographen, Mathematiker nach China und waren hochgestellte Persönlichkeiten am Hof! Adam Freiherr von Ickstatt, der Aufklärer und Erneuerer des Hochschulwesens in Bayern wurde nach Ingolstadt geschickt, um von dort aus zu wirken.
Wir brauchen einen Ort, wo wir überschaubar und zügig darüber informiert werden. Natürlich haben wir das hervorragende Stadtmuseum. Aber dort kann der Schwerpunkt nicht ausschließlich auf die Geistesgeschichte gelegt werden! Das Georgianum ist die richtige Stätte. Und dieser Überblick sollte in Verbindung mit der Geschichte des Buchdrucks in Ingolstadt verknüpft werden. Unsere Denker mussten ihr Wissen verbreiten. Die Bücher waren das Instrument dazu! Die Ingolstädter Buchdrucker waren berühmt und Meister ihres Faches. Das ist nicht erstaunlich, denn unsere Universität war die einzige in Bayern bis 1800. Wo sollten unsere Professoren ihre Werke drucken lassen?

EduCamp 2013 #12 Berlin ein cMooc über LdL (Lernen durch Lehren)

Marc Schakinnis:

LdL und cMoocs bedingen beide eine hohe intrinsische Motivation des Lernenden und eine hohe Kommunikation unter den Lernenden. Diese Begriffe fallen immer wieder als Schlüsselbegriffe für zukünftige Lehr- Lernszenarien.

Kann LdL eine Methode sein um in Zukunft in cMoocs gute Lernerfolge zu erzielen. Inwieweit bereitet lernen mit der LdL Methode auf eine erfolgreiche Teilnahme an cMoocs vor.  Diese Themen sollen auf einer Session diskutiert werden, die einen cMooc über die LdL Methode vorbereiten sollen, der im ersten Quartal 2014 stattfinden soll.

Würde gerne mit Interessierten diskutieren und gleichzeitig ein Kontaktnetzwerk aufbauen, um den cMooc im 1. Quartal 2014 zu starten. 

Welche LdL Themen sind geeignet, welche Tools sind möglich und sinnvoll und schafft man es solch einen Mooc komplett privat zu organisieren, mit frei verfügbaren WEB 2.0 Tools.

Erste Überlegungen sind hier nachlesbar: Googledoc zum LdL Mooc

Petra Kleine über die Zukunft unserer Stadt

Natürlich ist es unabdingbar, wenn man eine Stadt führt, dass man sich mit ihrer Zukunft in 10, 20 oder 30 Jahren befasst. In Ingolstadt war beispielsweise die Gründung der Universität im Jahre 1472 prägend für die entwicklung der Stadt bis heute! Ähnliches gilt für die Entscheidung 1537 hier eine Landesfestung aufzubauen. Und welche Weichen lassen sich heute für die Zukunft stellen?

Petra Kleine dazu (in facebook):

“Wir können (und müssen) mit derPräsenz/ Dominanz und mit dem Erfolg von AUDI Strukturen aufbauen und schaffen, die auf Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit setzen. Kann AUDI nicht mehr dieser starke Gewerbesteuerzahle, Arbeitsplatzgeber und starke Ausbildungspartner sein, so haben wir doch Strukturen und Wissen aufgebaut, die auf Mobilität, Energieeffizienz, Wirtschaft und Wissensaustausch setzen – das sollte Ingolstadt dann auch nutzen können, für eine Zeit, in der uns andere Automobilstandorte den Rang ablaufen und es AUDI/Ingolstadt finanziell schlechter geht … es ist richtig das Gießereigelände mit Hochschule und Bildungseinrichtungen als wichtigstes Zukunftsprojekt zu sehen und als Hochschul- und Wissenscampus für Ingolstadt zu bauen.”

Isabelle Schuhladen stützt sich auf Maslow

Natürlich freut es mich sehr, wenn Isabelle Schuhladen, die bei mir vor einem Jahrzehnt studierte, sich heute noch auf den von mir propagierten Maslow stützt (hier Auszug aus einem facebook-Beitrag):

“Die Grundbedürfnisse (Maslow) des Menschen: Wenn ich diese berücksichtige, dann kann ich mit dem Unterrichten anfangen! Ich arbeite am liebsten ohne Lehrbuch: Ich gehe zuerst auf die Bedürfnisse meiner Schüler ein und dann komme ich mit dem Stoff richtig weiter und die Schüler erleben Erfolg und Glück.”

Christian Popper?

Ab ins Heim! Vom lockeren Umgang mit Unschärfen usw…

Resume Ich vertrete die Position, dass man im Zeitalter intensiver Kommunikation seine Daten offensiv zur Verfügung stellen soll. Cum grano salis…

1. Zeige alles, dann zeigt man dir alles!

Als Aktionsforscher besteht meine Methode darin, Perturbationen zu verursachen und zu sehen, was daraus entsteht. Das ist auch wohl (indirekt) im Sinne von Karl Popper. Im Zusammenhang mit meiner Internet-Forschung teste ich also, was entsteht, wenn ich meine Daten sehr offensiv an die Öffentlichkeit trage (bis auf meine Bankkonten).  Von der Theorie her untermauere ich dieses Vorgehen mit einem Menschenbild, das Risikobereitschaft hochhält (vor allem für Forscher) und das “Aushalten von Unbestimmtheiten und Unschärfen” als zentrale Fähigkeit einstuft.

2. Meine Erfahrungen

Bisher bin ich eher gut damit gefahren. Ich meine als Forscher. Denn ich konnte eine ganze Menge wertvolle Erfahrungen über den von mir untersuchten Gegenstand Internet sammeln und wissenschaftlich aufarbeiten, also konzeptualisieren.  Die Unannehmlichkeiten, die mit diesem Vorgehen verbunden sind, konnte ich als “Unschärfen” neutralisieren!:-)) Damit meine ich die sehr harten Attacken, denen man oft aufgesetzt wird, wenn man – wie ich lange Zeit - in der Wikipedia mitarbeitet. Hier gilt für mich das Motto: “no risk, no fun”.

3. Selten so gelacht!

Nun zeigt sich, dass das Aushalten von Unbestimmtheiten und Unschärfen seine Grenzen hat!:-)) So war ich sehr zufrieden und sehr stolz nach den positiven Reaktionen auf mein jüngstes Youtube-Video mit dem Titel “Von Platon lasse ich mich nicht terrorisieren“! Einige Feed-Backs erhielt ich auf der Youtube-Seite selbst, andere aus der Außenwelt, z.B. vom berühmten Schockwellenreiter, Jörg Kantel. Was war nicht mein Entsetzen, als ich gestern auf diversen Kommentarseiten vom selben Autor (einem Scherzbold) lesen  musste: “Selten so gelacht! Ab ins Heim! Kurz vorm Ableben” und ähnliches… Das ist der Preis, den ich für meine Freude am Forschen bezahlen muss. Denn neue Erkenntnisse toppen gefühlsmäßig alles. Trotzdem, das muss ich gestehen: diese Kommentare habe ich tatsächlich entfernt!-))

Fazit No risk, no fun? OK! Aber kalkulierte Risiken!:-))

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