Exploratives Verhalten.

Aus meiner Sicht ist Exploratives Verhalten eine zentrale Dimension für eine erfolgreiche Lebensbewältigung.

Hier der Artikel aus der Wikipedia:

Exploratives Verhalten (lat. explorare = erforschen) besagt, dass sich jemand gerne mit Dingen beschäftigt, über die er bisher keine oder nur geringe Kenntnisse hat.

1. Exploratives Verhalten als zentrale Dimension erfolgreicher Lebensbewältigung

Nach Dietrich Dörner [1] besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem explorativen Verhalten eines Menschen und seiner Problemlösefähigkeit. Die logische Kette lässt sich folgendermaßen beschreiben: Explorative Menschen suchen Felder auf, mit denen sie nicht vertraut sind, und versuchen, sich in diesen Feldern problemlösend zu behaupten. Jede auf diese Weise gewonnene Erfahrung wird zu einem abstrakten Schema verarbeitet. Je mehr Erfahrungen, desto mehr Schemata, desto breiter die kognitive Landkarte. Eine breite kognitive Landkarte sichert Kontrolle über mehr Bereiche, sie ermöglicht eine schnellere Verarbeitung neuer Eindrücke und schützt vor Kontrollverlust und emotionalen Einbrüchen. Sie sichert, dass neue Situationen erfolgreich bewältigt werden. Das Gefühl der Kontrolle festigt sich, das Selbstbewusstsein wächst und dadurch die Bereitschaft, unbekannte Bereiche anzugehen, also sich erneut explorativ zu verhalten.

2. Flow-Effekt

Wenn exploratives Verhalten so günstig für die Problemlösefähigkeit ist, wie kann man Menschen dazu bewegen, von sich aus Schritte in die Unbestimmtheit zu wagen, obwohl solche Schritte immer mit Anstrengung und Angst verbunden sind? In der Tat: jeder Schritt ins Unbekannte birgt das Risiko, dass wir die Kontrolle über die Situation verlieren, der Umwelt hilflos ausgeliefert sind und schließlich Teile unserer Lebensfähigkeit einbüßen. Andererseits wird exploratives Verhalten, wenn es zum Erfolg führt, reichlich belohnt: so löst die Wiedergewinnung von Kontrolle intensive Freude aus, kann sich bis zu Triumphgefühlen steigern, zu einer Klimax des Wohlbefindens. (hier geht es weiter)…

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4 Antworten

  1. Apropos exploratives Verhalten: Haben sie gewusst das Philosophie der “Grundartikel” aller Wikipedia-Einträge ist?
    Probieren sie es aus. Folgen sie immer dem ersten Link eines Artikels und sie kommen früher oder später zum Eintrag über Philosophie!

    Quelle:http://www.xefer.com/2011/05/wikipedia

  2. Lustig und interessant!:-))

  3. »Aus meiner Sicht ist exploratives Verhalten eine zentrale Dimension für eine erfolgreiche Lebensbewältigung.« JPM

    Ich kenn Leute, besonders in gewissen Behörden und Organisationen, deren exloratives Verhalten ich wenig Sympathie abgewinnen kann.

    Wie war es mit der Büchse der Pandora, Lots Frau oder auch Blaubarts Frau? Wieviel Lebensweisheit steckt in dem Spruch ‘Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß’? Was in dem Spruch ‘ Steck deine Nase nicht in fremder Leute Angelegenheiten!’?

    Innerhalb von sozialdefinierten Bereichen (z.B. in akademischen Forschungsbereichen) schafft ein zusätzlicher Kenntnisgewinn durch Exploration eine brauchbare Basis für eine gute Orientierung in der Welt. Sonst aber gilt im Interesse des sozialen Friedens: Kümmere dich um deine eigenen Angelegeheiten.

    (Meine Frau klopft mir gelegentlich auf die Pfoten, wenn ich ihr in die Töpfe gucke.)

    »Ruhmsucht und Neugier bedrohen unsere Seele: die zweite bringt uns dazu, daß wir die Nase in alles stecken wollen, und die erste will es nicht leiden, daß wir irgendein Problem ungelöst und unentschieden lassen.« schreibt Michel de Montaigne. Schon vor längerer Zeit.

  4. @ehrenpreis
    Hallo Xaver!

    Ich kenn Leute, besonders in gewissen Behörden und Organisationen, deren exploratives Verhalten ich wenig Sympathie abgewinnen kann.”
    Mag sein: es geht aber um deren Glück, nicht um deines!

    Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß’?
    Wie lange macht es dich nicht heiß? Spätestens bis das von dir ignorierte Feuer deine Füße erreicht!

    Was in dem Spruch ‘ Steck deine Nase nicht in fremder Leute Angelegenheiten!’?”
    Das sagen dir die betroffenen fremden Leute.

    Innerhalb von sozialdefinierten Bereichen (z.B. in akademischen Forschungsbereichen) schafft ein zusätzlicher Kenntnisgewinn durch Exploration eine brauchbare Basis für eine gute Orientierung in der Welt. Sonst aber gilt im Interesse des sozialen Friedens: Kümmere dich um deine eigenen Angelegeheiten.
    Das sagst du als Pirat?

    »Ruhmsucht und Neugier bedrohen unsere Seele: die zweite bringt uns dazu, daß wir die Nase in alles stecken wollen, und die erste will es nicht leiden, daß wir irgendein Problem ungelöst und unentschieden lassen.« schreibt Michel de Montaigne. Schon vor längerer Zeit.
    Lieber die Probleme frühzeitig erkennen und lösen, als von den Problemen passiv gehetzt und zerstört.

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