Ingolstädter Thai.

Resume Ich stütze mich auf meinen Blogeintrag von gestern (“Siegfried Dengler: die Kreativstadt“) und auf die Erkenntnis, dass Diversität Kreativität fördert.

1.  In Ingolstadt leben 300 thailändische Frauen

Die Vorstellung, dass in unserer Stadt etwa 300 thailändische Frauen- meist mit deutschen Männern verheiratet – leben, müsste sofort den Wunsch erwecken, dieses “Kreativitätspotenzial” zu mobilisieren. Und in der Tat ist der Thailändischer Verein mit seiner Vorsitzenden, Frau Nancy Malich, kräftig unterstützt durch ihren Mann, ein Schatz, der noch geborgen werden muss. Wir brauchen sie mit ihren Impulsen. Gestern wurde ich zum Deutsch-Thailändischen Treffen eingeladen und habe viel gelernt.

2. Thailand

Über Thailand wusste ich nichts. Ich wusste nicht, dass dieses Land im Gegensatz zu den Nachbarn nie von fremden Mächten besetzt wurde, nicht einmal von den Franzosen!:-)) Ich wusste nicht, dass dort 65 Millionen Einwohner leben, eine ganze Menge! Gerade noch wusste ich, dass die Religion der Buddhismus ist. Und auch hier haben wir wenig Ahnung: als ich meinen (deutschen) Begleiterinnen mitteilte, dass Buddha gleich Siddharta sei, wurde ich fast ausgelacht: Siddharta sei doch Inder!

3. Wir brauchen Euch, Euer Wissen, Eure Impulse!

Gestern haben wir neue Gerichte kennengelernt, wir haben wunderbare Tänze ansehen können, wobei deutlich wurde, welche Rolle die Selbstdisziplin in der Thailändischen Kultur spielt! Und die Tänzerinnen waren keine Profis, auch wenn das so wirkte, sondern u.a. die Vorsitzende selbst, die eigentlich Managerin ist. Diese Menschen leben in unserer Stadt! Wir wollen mehr von ihnen erfahren und brauchen ihre Impulse.

Fazit: Nicht nur gestern Abend habe ich viel gelernt, sondern seitdem habe ich mich informiert über Thailand, die Kultur und nun befasse ich mich genauer mit dem Buddhismus. Danke Frau Malich!

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10 Antworten

  1. Ja, wenn wir endlich anfangen, uns für unsere Mitmenschen zu interessieren, werden wir schnell lernen, wie spannend unsere Kulturen sind, wie vielfältig die Ausprägungen – und doch wie ähnlich unsere Wünsche, Probleme und Ziele sind.
    …endlich auf einander zugehn – im Kopf und mit den Herzen…

  2. Ja, stimmt. Wir sollen nicht nur auf eigene Kreise angucken. Die Mitmenschen sind sehr interessant, egal wie sie aussehen. Die Kulturen sind zwar verschieden, aber wir sind nur Menschen, die wir alle vom Gefühle gleich sind.

    Ich bin ein gehörloser Türke, aber hier in Deutschland geboren. Ich habe oft festgestellt, daß die Eigenschaften von Türken, die in Deutschland leben und die Türken in Türkei nicht ähnlich sind.

  3. @Cem
    Wahrscheinlich kleine Unterschiede. Ansonsten, wie du sagst: alle Menschen auf der ganzen Welt sind gleich gestrickt. Sie haben alle dieselben Grundbedürfnisse, Ziele, Wünsche, Gefühle! Kein Unterschied!:-)

  4. Ja, es besteht kaum Unterschied von Grundbedürfnisse. Aber die Umgang gegenüber die Mitmenschen besteht große Unterschied. Daher fällt die Integration oft schwierig. Da muss ich persönlich selbst festgestellt. Nicht wegen meiner Nationalität, sondern wegen meiner Gehörlosigkeit!

  5. @Cem
    Ressourcen mobilisieren bedeutet, dass man alle Menschen, die bisher nicht die Möglichkeiten hatten, ihre Energie und ihr Wissen einzubringen, aufsucht und Bedingungen schafft, damit sie die Gemeinschaft bereichern. Da zählt wohl die Gehörlosigkeit dazu. Diese Hindernisse müssen wir beseitigen…

  6. Wie soll die Integration zwischen Hörende und Hörgeschädigte funktionieren, da Hörende keinen Gebärdensprache und Hörgeschädigte kaum Sprechen können?

  7. @Cem
    Das weiß ich nicht. Mit dem problem bin ich gerade jetzt konfrontiert und du erlebst es seit deiner geburt. Du bist der “Experte” und kannst deine Vorschläge zusammen mit anderen erarbeiten. Und dann sind wir gefordert, beispielsweise als Partei, damit deine Vorschläge von uns verstanden und wir dir helfen, sie umzusetzen…

  8. es wäre toll. Wir können uns einen Termin für ein Tag für den Besuch eines Gehörlosenzentrum ausmachen. Ich werde eine Gebärdendolmetscherin aufsuchen. Dann können wir unseren Meinungen austauschen. Wie wäre es?

  9. @Cem
    Gute Idee, aber das können wir nicht sofort machen. Wir müssen uns einen Termin zu Beginn des nächsten Jahres vornehmen…

  10. [...] Educamp Hamburg 2010 – Die Ingolstädter Grünen – Bottom-up in Ingolstadt: Kreativstadt – Ingolstädter Thai [...]

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