Dynamische Endlos-Vorlesung zur Weltverbesserung

Vorlesungen dienen in der Regel dazu, ein Lehrwissen, das von einem Wissenschaftler erarbeitet wurde, an die Hörer weiterzuleiten. Dies erfolgt linear und abgekoppelt von konkreten Handlungen, weil die sich weiterentwickelte Realität kaum Einfluss auf die Inhalte nimmt.

Bei der dynamischen Vorlesung ist es anders. Das von mir in den lezten dreißig Jahren erarbeitete Lehrwissen liegt vor und wird ebenfalls vermittelt. Allerdings geschieht es nicht-linear und als Antwort auf eine sich entwickelnde Situation (Weltverbesserungsprojekt, never ending story).

1. Das Lehrwissen liegt vor (Neuronenmetapher, LdL, anthropologisches Modell, Jesusmetapher, Glossar,…) wird aber im Rahmen eines größeren Projektes nach Bedarf eingespeist. Insofern ist die Dynamische Vorlesung nicht-linear.

2. Die dynamische Vorlesung entsteht im Dialog mit den Hörern, die jederzeit über Kommentare eine Vertiefung der Theorie verlangen können, sofern diese Vertiefung einer besseren Durchführung des Projektes dient. Insofern nehmen die Hörer stets Einfluss auf die Art des Stoffes, der ihnen vermittelt wird. Sie können auch durch Kommentare die Inhalte anreichern oder gar verändern.

3. Da die dynamische Vorlesung das theoretische Substrat zu einem Projekt liefert, der im Prozess begriffen ist, wird nur die Theorie eingespeist, die für den Fortschritt des Projektes nützlich ist, und keinen Satz mehr. Soviel Theorie wie absolut notwendig für eine erfolgreiche Praxis.

4. Die Praxis selbst nimmt sofort Einfluss auf die Qualität der Theorie, die ja kontinuierlich empirisch geprüft wird. Man erhält dadurch eine schlanke Praxis (nicht zuviele Irrungen dank der Theorie) und eine schlanke Theorie (kein Theorieüberhang).

Dies ist das ideale Setting für Aktionsforschung. Die Vorlesung wird weitergeführt, solange ich das Gefühl habe, dass ich damit zur “Weltverbesserung” beitragen kann.

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