Fernsehbericht 1992 zu LdL: heute noch ganz aktuell! Alles ist drinnen!

#ldlmooc2 Produkte der Teilnehmer

LdLMOOC2 Hangout #1: LdL-Theorie (Video)

Produkte der Teilnehmer: Visualisierungen von Theoriebausteinen

  1. LdL und Wissensarbeit von Zsuzsanna Solti Benndorf
  2. Visualisierung von Marc Schakinnis: Überprüfung an der Theorie (Prezi)
  3. Blogeintrag und Visualisierung von Angelika Mogk
  4. Wissenscontainer (von frauzetpunkt – Speicherung des Videos muss noch geklärt werden)
  5. Die Ameisen von Marcus Birkenkrahe (Blog)
  6. Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität (2009) – Prezi von Peter Ringeisen
  7. Visualisierungen von Raffaelina Rossetti (LdL allgem., Konzeptualisierung, Permanente Konzeptualisierung)
  8. Umfeld der Entstehung von LdL (Filzflausch)
  9. Königsweg des Herzens (Anita Sporer):
    LdL-Unterricht im FlowGegenüberstellung LdL/Frontalunterricht
  10. Kognitionspsychologisch fundiertes Curriculum im Fremdsprachenunterricht (1/2) (Andrea Kellermann)
  11. Kognitionspsychologisch fundiertes Curriculum im Fremdsprachenunterricht (2/2) (Andrea Kellermann)
  12. Für eine Übernahme von Lehrfunktionen durch Schüler (Andrea Kellermann)
  13. Unterrichtsphasen in LdL (frauzetpunkt)

Raffaelina Rossetti: Visualisierung des LdL-Basisartikels.

"Weltverbesserungskompetenz als Lernziel" (Jean-Pol Martin, 2002)

“Weltverbesserungskompetenz als Lernziel” (Jean-Pol Martin, 2002)

Sabine Strauss (Kunsterziehung): schwierige 10.Klasse genau richtig für LdL!

Sabine Strauss ab Minute 40:

Nostalgie: Moskau -> Kasan -> Burgas -> Istanbul um die Welt zu verbessern! (2005)

jpm antwortete am 29.08.05 (19:16):

Alles sehr spannend, allerdings internet teuer in diesem Hotel. Ich bin ganz stolz, denn es ist mir gelungen, allein mit Ubahn, Schnellzug und bei feet bis zum Hotel zu gelangen (bepackt wie ein Esel – viel Fluessiges als Geschenk). Das hat mich fast vier Stunden gekostet, dafuer habe ich ganz viele Moskauer ueberall gesehen. In der Metro fuehlte ich mich wie zu Hause in Paris. Die Metro wird uns alle vereinigen. Nur dass in Moskau es keine “Farbige” gibt. Komisch und ein bisschen schade. Die Stadt gefaellt mir gut und ich finde toll, dass allmaehlich alle Grotstaedte sich angeleichen. Man kann sich ueberall wohlfuehlen. Ich habe ein paar interessante Geschichten erlebt, aber ich kann sie hier nicht erzaehlen, weil ich meine Mails holen muss, und noch andere Foren bedienen, usw… Oder doch, die eine Geschichte: ich ging auf der Strasse und ein Typ kommt aus einem Lokal raus (um die 60 rum). Er laesst ein maechtiges Buendel Dollars aus der Tasche herausfallen. Ein Mann vor mir sieht die Dollars und steckt sie ein. Ich zeige ihm, dass ich das nicht gut finde, und er will mir unbedingt die Haelfte aufdraegen. Ich sage, das interessiert mich nicht, aber er verfolgt mich regelrecht, um mir das Geld aufzudraengen. Ploetzlich kommt der andere und fragt, ob wir sein Geld gefunden haben. Der andere verneint und zeigt als Beweis seine Brieftasche, natuerlich ohne die Dollars, die er woanders eingesteckt hatte. Jetzt verlangt der andere, dass auch ich meine Brieftasche zeige. Ich lehne natuerlich ab und werde selbst ziemlich aggressiv um zu zeigen, dass ich meine Brieftasche nicht an zwei Gauner zeige, ich sage auch, dass ich die Polizei rufe und schau, ob und wem ich meine Brieftasche zeigen soll. Die beiden beruhigen sich, keiner will die Polizei rufen und sagen mir, alles sei OK. Auch der Dollarbesitzer wollte nicht die Polizei dabei haben. Wer traegt schon in der Tasche so ein grosses Buendel Dollars und laesst sich noch dazu aus der Tasche fallen?

(….)

Julia Galimova antwortete am 04.09.05 (14:39):

Hallo Roman, ich sitze neben Deinem Vater und…. er nervt mich nicht, komisch nicht wahr? Ich finde ihn super scharmant, Du must gluecklich sien so einen Vater zu haben. Aber verstehe ich schon wenn es der Vater ist dann sind die Beziehungen anders. Dein Vater hat Glueck mit Tataren….Tuerken auch… komisch oder?
Wir haben heute superschoenes Wetter und noch Stadtfest und viele junge Menschen auf den Strassen. Leider konnten wir den roten Platz nicht wirklich sehen. aber sprechen konnten wir gut. Und wie Dein Vater sagt, das wichtigste ist die Kommunikation. s ist mir gerade eingefallen, dass es extrawertierte und intrawertierte Menschen giebt….einige koennen ohne Kommunikation gar nicht existieren, andere – brauchen das eifach nicht. Ich glaube wir beide gehoeren zu den ersten. Das Proekt scheint interresaant zu sein, aber noch ziemlich weit, kann sein dass auch nict in deisem Jahrhundert. Es kann nicht kunstlich gemacht werden, aber wenn es auf natuerlich Weise geht dann braucht man richtig viel Zeit.
Na gut, ich habe schoen viel geschrieben. ich habe nich Paar Gedanken, aber ich schreibe sie spaeter.(…)

Hier der ganze Thread: LdL-ZUM-Foren

You make my day (oder so was ähnliches…): Marcus Birkenkrahe!

Es gibt um die 45-Minuten-Marke der YouTube Aufnahme des dritten Hangouts auf die Frage von Hajo Jürgens an Jean-Pol Martin einen spannenden Austausch zum Thema Komplexitätsreduktion. Die Grundlagen einer solchen Reduktion hat Martin 2005 in brillanter Kürze zusammen gefasst:

(Quelle: Europa interdisziplinär: Probleme und Perspektiven heutiger Europastudien, Hrsg. B Glaser, 2005, von ihm in GooglePlus gepostet.)

In dem Ausschnitt der online Diskussion drehte sich vor allem um den Widerspruch zwischen einem komplexen Thema und der für LdL aufbereiteten, gegebenenfalls extrem reduzierten (“Roman von Balzac in 5 Sätzen”) Form des Themas. Wenn es sich bei dem Thema noch dazu um einen Lieblingsgegenstand handelt, dann tritt die Leidenschaft des Lehrenden möglicherweise in Widerspruch zu LdL. Beispielsweise: einen Roman in der Literatur (das war das Beispiel aus dem Hangout); eine Theorie in der Soziologie; einen Beweis in der Mathematik; ein Informationssystem oder eine Prozesslandschaft in meiner eigenen Disziplin, der Wirtschaftsinformatik.

Wie Martin aber sagte, was auch von Jürgens verstanden und aufgenommen wurde, geht es darum, den Schülern/Studenten einen Zugang zum Thema zu verschaffen, den sie als exploratives Sprungbrett, wie eine Spur für Bluthunde (Martin: “Die Schüler sollen Blut lecken”), verwenden können, um sich tiefer liegende Schichten des Themas später selber zu erschließen. Hierfür – und das hat Isabelle ebenfalls eindrücklich bestätigt – ist es nützlich bzw. sogar wichtig (Isabelle: “für mich bei LdL das Wichtigste”), dass sich die Schüler an die Basisinformationen, an das, was Martin „existenziell“ nennt, erinnern können.

In diesem Zusammenhang werde ich an einen neuen Artikel von J. Loviscach  bekannt als MOOC-Experte) erinnert, der gerade in der ZEIT erschienen ist, und bei dem es um den Sinn oder Unsinn der Vermittlung von höherer Mathematik für Ingenieur-Studenten geht. Ich finde, sowohl der Artikel, als auch die Kommentare zum Artikel (beide recht  konfrontativ und polemisierend) gehen am Problem des Lernens von Mathematik deshalb vorbei, weil sie diese Komplexitätsreduktion nach Martin nicht wahrnehmen oder nicht verwenden. Sie macht natürlich nur im Zusammenhang mit einem “Lernen durch Lehren” Vorgehen wirklich Sinn: denn der Unterricht hört ja mit der Reduktion nicht auf, sondern er beginnt dann erst! Aber es bleibt den Studenten oder Schülern überlassen, wie und wie weit sie sich als Gruppe auf tieferliegendes Wissen einlassen. Nicht ungesteuert, aber, in Martins Worten, auf der Basis eines „anthropologischen Modells“ und eines existenzialistischen Modells ebenso (siehe Bild). Loviscach und wie die Kommentatoren seines Artikels versuchen, hier durch die Wahl und Kontrolle des Themas etwas voraus zu nehmen, was m.E. besser von den Studierenden erschlossen wird – als LdL-Angebot, das “Sucht induzieren soll” (Martin).

Was ich in vielen Workshops zum Thema Komplexitätsreduktion gehört habe, geht in ähnlicher Weise an der Didaktik vorbei: dort geht es darum, viel Stoff in wenige Stunden zu pressen, oder effektiver zu sein…dabei wird aber viel mehr Zeit verbracht, die Weite eines Nürnberger Trichters zu diskutieren, anstatt der Beziehung zwischen Lehrer und Lernenden wie bei LdL.

Jedenfalls: ich bin gespannt, was ihr zum Thema Komplexitätsreduktion denkt?

[Copy auf meinem Blog]

#LdLmooc2: Hangout Nr.3

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