Christian Spannagel und die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Christian Spannagel über seine Gothic-Erscheinung:

“(…) Natürlich kokettiere ich auch gerne damit wie beispielsweise hier im Video mit Graf Zahl oder bei einem Video zu unserer MOOC-Bewerbung (Achtung: schon gevoted? Wir brauchen eure Stimme!). Ich nutze die Strangeness für die Gewinnung von Aufmerksamkeit. Ich müsste ja nicht unbedingt das vampirige Zylinderbild im Web verwenden, aber dadurch macht man neugierig, und Menschen treten mit mir in Interaktion. Jean-Pol Martin hatte es mal auf den Punkt gebracht: Durch Aufmerksamkeit erhält man zahlreiche Impulse von außen und man gewinnt Menschen für die punktuelle oder längerfristige Zusammenarbeit an gemeinsamen Zielen. Problematisch daran ist: Die Grenze zur gefälligen Selbstdarstellung ist schnell überschritten. Das passiert mir ab und zu (tut mir leid). Aber ich übe ja auch noch. (…)”

Der ganze Blogartikel

Gesamtwerk: “Kollektive Wissenskonstruktion”

Vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass LdL die “Krone” eines Gesamtwerkes ist, an dem ich 30 Jahre lang gearbeitet habe. LdL liegt ein modernes anthropologisches Modell (insbesondere Maslow) zugrunde und beschreibt am Beispiel des Französischunterrichts alle Phasen eines aktiven Lernprozesses von der Unterstufe (meine Dissertation) über die Mittelstufe bis zur Oberstufe und zur Universität (meine Habilitationsschrift + unzählige Videos). Selbstverständlich wurde seit dessen Aufkommen auch Web20 zentral einbezogen. Das Gesamtwerk könnte den Titel tragen: “Kollektive Wissenskonstruktion von der Wiege bis zur Bahre”.

Glück im Alter? Strategien… (Gesprächskreis)

Resume: Mit zunehmendem Alter besteht die Gefahr, dass die Lebensqualität durch finanzielle Einschränkungen, Krankheiten, Pflege von Angehörigen, Trennung oder Verlust von geliebten Menschen stark beeinträchtigt wird. Um emotional auf einem zufriedenstellenden Niveau zu bleiben, ist es günstig, wenn man über konkrete Strategien verfügt. Woher hole ich die Energie, die ich brauche, um psychisch stabil, ja sogar glücklich zu bleiben? 

Als Grundlage für unsere Gespräche werden u.a. philosophische Texte herangezogen, wie beispielsweise von Epikur, den Stoikern aber auch von aktuellen Philosophen, wie Wilhelm Schmid oder Hans Jonas.

Hier geht es weiter: Inhalte (Wiki)

Ort: Ingolstadt, Bürgerhaus (Neuburger Kasten)

Zeit: Dienstag, 16:00-17:30Uhr, alle zwei Wochen. Nächster Termin: 07.05.2013

War gar nicht so schlecht… (Sat.1, Nov. 2008)

Es rockt weiter…

Sehr geehrter Herr Prof. Martin,

nachdem Sie mich und Herrn Thomas Deiser (incity e.V.) am vorvergangenen Samstag in der Fußgängerzone auf das Fellermeyerhaus angesprochen hatten und sowohl Sie als auch Herr Deiser sich Mitte/Ende letzte Woche schriftlich an den OB bzw. mich gewandt haben, hat Herr Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann Herrn Bürgermeister Albert Wittmann, der für Liegenschaften zuständig ist, gestern gebeten, mit den Eigentümern Kontakt aufzunehmen.

Herr Bürgermeister Albert Wittmann wird dies baldmöglich tun.

Ich stelle diese Information hier ein, da Sie bereits in dieser Gruppe öffentlich mich hierzu angesprochen haben. Ich wurde autorisiert, Ihnen dies mitzuteilen.

Wie Sie wissen, ist es seit Langem das Anliegen der Stadt Ingolstadt, Eigentümer von längere Zeit leerstehenden Innenstadtimmobilien zu beraten und wenn möglich zu unterstützen, um möglichst kurze Leerstände zu haben und Mietinteressenten baldmöglichst eine Chance auf Unternehmenseröffnung in der Innenstadt zu verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lösel

Quelle: Facebook

Und es hat zoom gemacht…

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“Tausend mal berührt, tausend mal ist nix passiert, tausend und eine Nacht, und es hat zoom gemacht!” (Klaus Lage).

Vor exakt 12 Tagen kam mir im Rahmen einer Forendiskussion die Idee, in dem neben meiner Wohnung stehenden, seit zehn Jahren leeren, großen Haus ein “Internationales Kauf- und Dienstleistungshaus” (oder was ähnliches) einzurichten. Ich stieß in dem Forum auf viel Zuspruch, erstellte eine extra Face-Book-Gruppe und in kürzester Zeit lag es beim Bürgermeister und die Sache wird in Angriff genommen. Das tausend mal berührte “Fellermeyerhaus” wird – wenn alles gut geht – aus dem Schlaf geweckt… Und – wenn alles gut geht – der Nutzung zugeführt, die ich mir wünsche: unsere zugewanderten Mitbürger sollen die Möglichkeit bekommen, dort Läden, Restaurants, Reisebüros, Friseure einzurichten… Wenn alles gut geht!:-))

Eudämonie: Strategiewechsel!

Seit frühester Kindheit wollte ich viele Freunde haben, weil es für mich Glück bedeutete. Im Laufe der Jahre beobachtete ich, dass Menschen, die sehr aktiv waren, viele Ideen hatten und diese erfolgreich umsetzten, andere besonders anzogen. Das wollte ich auch. In meinem Umfeld war ich jünger als die anderen und daher insgesamt schwächer, sowohl körperlich (Sport) als auch schulisch und überhaupt… Das war nicht schön! Ich nahm mir vor, zumindest in einem Bereich besondere Leistungen zu erbringen, um meine Attraktivität zu steigern. Das gelang mir erst mit 25 (siehe meine Biographie). Seitdem versuchte ich stets “tolle” Leistungen zu erzielen, um der Vereinsamung zu entgehen. Diese “tollen” Leistungen brachten mir auch unzählige “Kicks” in meinem Leben, so dass ich der Überzeugung war, ich habe den Schlüssel zum Glück entdeckt. Daraus entwickelte ich auch (im wissenschaftlichen Bereich) mein anthropologisches Modell. Nach der Pensionierung wurde das Konzept etwas brüchig. Nach wie vor stand bei mir im Fokus die soziale Anziehung und ich hatte die Idee, Philosophiekurse anzubieten. Obwohl absoluter Laie gelang es mir autodidaktisch doch etwas Schönes auf die Beine zu stellen und konnte zwei Jahren lang mehrere Gruppen an die Philosophie binden. Es war sehr beglückend, aber auch sehr, sehr anstrengend. Eine Art burnout zeichnete sich bald ab.  Mein Dilemma war: wenn ich die Kurse aus Erschöpfung nicht mehr halten kann besteht die Gefahr, dass ich in die Isolation gerate und auf meine Kicks verzichten muss. Mache ich weiter, schaffe ich das kräftemäßig nicht mehr. In beiden Fällen war es aus mit dem Glück. Ich war aber so müde, dass ich keine andere Wahl hatte: ich verzichtete auf die Philosophie. Zu meiner großen Überraschung fühlte ich mich durch diesen Schritt sehr erleichtert, meine Kräfte kamen zurück und mir fielen viele Ideen für neue Projekte ein. Die Vorstellung, man könne nur durch Höchstleistungen und Megakicks das Glück erreichen (bei Sloterdijk: Vertikalität) war irrig. Im Augenblick genieße ich die relative Ruhe, die ich 60 Jahre lang nicht wollte und nicht hatte (Panik vor Langeweile).  Und allein bin ich immer noch nicht…

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